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Hoch sorgt für goldenen Oktober Mit diesem Wetter können Reisende rechnen

Viele Schüler werden zu Beginn der Herbstferien in Deutschland mit Sonne verwöhnt. Auch in anderen Teilen Europas erreichen die Temperaturen hohe Werte. Wo trotzdem mit Unwettern zu rechnen ist, erklärt n-tv Wetterexperte Björn Alexander.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen geht es jetzt in die Herbstferien. Stichwort Reisewetter: Wie ist die europäische Großwetterlage?

Über Osteuropa und Russland dominiert nach wie vor Hoch "Viktor", das uns hierzulande bis runter in den Alpenraum momentan den sehr warmen und goldenen Oktober beschert. Über West- und Nordeuropa dominieren hingegen die Tiefdruckgebiete mit wechselhaften und teilweise stürmischen Aussichten. Und auch am Mittelmeer müssen die Menschen zum Teil noch mit kräftigen Gewittern rechnen. Zumindest punktuell sind hier in den kommenden Tagen weiterhin Unwetter nicht auszuschließen.

Welche Regionen am Mittelmeer sind speziell betroffen?

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Zunächst einmal ist das größte Unwetterpotenzial im Süden und in der Mitte Italiens vorhanden. Aber auch im Süden Frankreichs bis herunter nach Portugal, Spanien und auf den Balearen sind im Laufe des Wochenendes und zu Beginn der nächsten Woche von Westen her wieder stärkere Gewitter möglich.

Wird es genauso schlimm wie vor einigen Tagen?

Das lässt sich kaum vorhersagen. Hier muss man immer die kurzfristigen Entwicklungen abwarten. Somit ist es vor Ort sehr sinnvoll, die Wetterprognosen im Blick zu haben.

Aber es dürfte nicht im ganzen Süden Europas Regen und Gewitter geben, oder?

Glücklicherweise nicht. Am östlichen Mittelmeer profitieren die Urlauber vom Hochdruckgebiet und insofern geht es dort in den nächsten Tagen sonnig weiter. Und auch weiter westwärts treffen die Gewitter natürlich bei Weitem nicht alle Regionen.

Welche Temperaturen werden erreicht?

Rund ums Mittelmeer werden es in nächster Zeit häufig 24 bis 28 Grad. Im Norden Afrikas sind es 25 bis 32 Grad. Da dürfte der Sprung ins Wasser definitiv eine gelungene Abkühlung bringen. Momentan liegen die Wassertemperaturen im Mittelmeer oft bei 23 bis 27 Grad.

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Die 24 bis 28 Grad am Mittelmeer klingen im Vergleich zu unseren Temperaturen in Deutschland gar nicht so hoch.

In Bezug auf die Werte, die uns der Samstag bringt, stimmt das auch. Denn dann erwarten uns neben knallblauem Himmel recht verbreitet Rekordtemperaturen für Mitte Oktober - vor allem im Westen und Norden. Dabei werden es nämlich verbreitet um 25 und lokal bis 28 Grad. In NRW im Bereich Niederrhein und Ruhrgebiet vielleicht sogar bis zu 29 Grad. Allerdings bewegen wir uns damit einerseits eben am oberen Ende der Möglichkeiten für die Jahreszeit. Andererseits ist es bei uns der Höhepunkt der Wärme. Soll heißen: ab nächster Woche wird es in Mitteleuropa kühler und wechselhafter. Selbst Schnee auf den Bergen dürfte im Laufe der kommenden zwei Wochen ein Thema werden.

Gut für den Wintersport. Aber was ist mit den Wanderern, die es jetzt in die Alpen zieht?

Vorerst bleibt es in den Alpen ebenfalls bei den guten Bedingungen fürs Wandern. Jedoch deutet sich ab dem übernächsten Wochenende eine Umstellung der Großwetterlage an, die im Bergland Schnee bringen könnte. Vom Spätsommer wechseln wir hier in Mitteleuropa in der nächsten Woche auf Herbst light, bevor es im letzten Oktoberdrittel in Richtung Vollherbst gehen könnte. Sicherlich sehr zur Freude der hoch gelegenen Skigebiete, die ja schon in Richtung Eröffnung der Wintersaison blicken. Das ist zwar aufgrund der Optionen, die die künstliche Beschneiung bietet, gar nicht unbedingt an natürlichen Schnee gekoppelt. Aber es muss eben kalt genug sein. Ansonsten bleiben die Schneekanonen aus.

Zurück zum aktuellen Reisewetter. Wie sieht es denn an den Küsten von Nord- und Ostsee aus?

In den Niederlanden und Belgien wird es tendenziell wechselhaft mit Schauern und freundlichen Abschnitten, denn die Tiefdruckgebiete über den Britischen Inseln sind schon recht nah. Und damit ist es Richtung Großbritannien in den kommenden Tagen ebenfalls immer wieder nass und zum Teil windig bis stürmisch. Selbiges gilt auch für Skandinavien. Wen es dabei tatsächlich ins Wasser lockt, den erwarten von Belgien bis herauf an die deutsche Nordsee Wassertemperaturen von 14 bis 17 Grad. Die Ostsee hat zwischen Kiel und Rügen aktuell rund 12 bis 14 Grad.

Quelle: n-tv.de

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