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"Er hat auch 'Hallo' gesagt"Mitschüler wollen Fabian zur Tatzeit noch lebend gesehen haben

03.09.2026, 11:50 Uhr
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Die Angeklagte Gina H. im Gerichtssaal. (Foto: picture alliance/dpa)

Im Mordfall Fabian sagen zwei Mitschüler vor Gericht aus. Die Kinder wollen den Achtjährigen am Tattag gesehen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war Fabian zu diesem Zeitpunkt aber bereits tot. Auch ein Nachbarmädchen äußert sich.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod des kleinen Fabian aus Güstrow haben zwei Kinder als Zeugen ausgesagt, den Jungen zur mutmaßlichen Tatzeit allein in der Stadt gesehen zu haben. Er sei auf dem Fahrrad unterwegs gewesen, sagte ein Mitschüler Fabians in einer Videobefragung. Demnach sind sie sich am frühen Nachmittag zweimal begegnet - zu der Zeit soll Fabian nach Ansicht der Staatsanwaltschaft schon tot gewesen sein. Ein zweiter Zeuge bestätigte das erste Treffen.

Die Mitschüler meinten, sich an eine kurze Begrüßung mit Fabian erinnern zu können. "Er hat auch zurück 'Hallo' gesagt", teilte eins der Kinder dem Gericht mit. Demnach war Fabian mit Pullover und Jogginghose bekleidet. Weitere Einzelheiten zu Kleidung und dem Fahrrad des Opfers hatten sie nicht mehr im Kopf. Der erste Zeuge konnte zudem nicht mehr mit absoluter Gewissheit sagen, ob das Treffen tatsächlich am 10. Oktober oder bereits einen Tag früher stattgefunden hatte.

Ein Nachbarmädchen sagte aus, Fabian sei am mutmaßlichen Tag der Ermordung von zwei Männern verfolgt worden. Sie habe Fabian am 10. Oktober zwischen 14 und 15 Uhr "direkt vor meiner Haustür, also schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite gesehen", gab die Zeugin in der Videobefragung zu Protokoll. Zwei schwarz gekleidete Männer seien ihm gefolgt. 

Fabian habe sich mehrfach umgedreht, sei immer schneller gegangen und in eine Nebenstraße eingebogen, sagte sie. Laut der Augenzeugin war der Junge zu der Zeit zu Fuß unterwegs. Das Mädchen beschrieb Fabians Kleidung anders als ein vorheriger Zeuge, der ihn im Pullover gesehen haben wollte. Ihren Angaben nach war Fabian mit einer Jacke bekleidet. Das Mädchen kannte Fabian nur vom Sehen her. 

Vor Gericht steht die 30-jährige Angeklagte Gina H. Sie soll den achtjährigen Fabian laut Staatsanwaltschaft am 10. Oktober 2025 aus seiner Wohnung in Güstrow gelockt und dann an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich der Kleinstadt, erstochen und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt haben. Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen.

H. streitet eine Beteiligung an der Tat ab. Nach ihrer langen vorgelesenen Erklärung vor rund einer Woche will die 30-Jährige demnächst auch auf Fragen eingehen. Das Gericht plante die Befragung für den 10. September ein.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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