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Ist Mörder Wiederholungstäter? Mord an Joggerin: Polizei verfolgt neue Spur

Im November wird eine Joggerin in der Nähe von Freiburg sexuell missbraucht und ermordet. Nun scheint es einen Ermittlungserfolg zu geben. Denn die Polizei sieht deutliche Parallelen zu einem österreichischen Fall.

Im Fall der Anfang November bei Freiburg getöteten 27-jährigen Joggerin gehen die Ermittler nun davon aus, dass der Täter auch für den gewaltsamen Tod einer 20 Jahre alten Studentin Anfang 2014 in Österreich verantwortlich ist. Beide Taten seien "mit hoher Wahrscheinlichkeit" vom selben Täter begangen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Freiburg mit.

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Der Fundort der getöteten Joggerin in Endingen bei Freiburg.

(Foto: dpa)

Die 27-jährige Frau aus Endingen bei Freiburg war am 10. November, vier Tage nach ihrem Verschwinden, tot in einem Waldstück nahe ihres Wohnorts gefunden worden. Sie wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Ermittler gehen von einem Sexualdelikt aus. Im österreichischen Kufstein wurde laut Polizei und Staatsanwaltschaft Freiburg im Januar 2014 eine französische Austauschstudentin von einem Unbekannten mit einer Eisenstange erschlagen. Die junge Frau aus Lyon war seinerzeit gegen Mitternacht alleine an der Inn-Ufer-Promenade zu Fuß unterwegs. Wie die Joggerin soll auch die Studentin Opfer eines Sexualdelikts geworden sein. Beide Taten tragen nicht nur dasselbe Muster, auch die Spuren stimmen überein, so ein Polizeisprecher.

Die Ermittler prüfen nun den Angaben zufolge vor allem, welchen Bezug der unbekannte Täter zu den beiden Tatorten Endingen und Kufstein haben könnte. In Österreich nutzte er demnach für die Tat eine Eisenstange, die bei hydraulischen Hebesystemen wie etwa beim Abkippen einer Lkw-Führerkabine eingesetzt wird. Auch die 27-jährige Joggerin sei vermutlich mit einer Eisenstange erschlagen worden.

Zu dem Sexualmord an einer 19 Jahre alten Studentin Mitte Oktober in Freiburg sehen die Ermittler indes keinen Zusammenhang. Verdächtig in diesem Fall ist ein junger Flüchtling aus Afghanistan. Er sitzt seit seiner Festnahme Anfang Dezember in Untersuchungshaft.

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP/dpa

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