Panorama

Todesfahrt von Wisconsin Mutmaßlicher Täter wegen Mordes angeklagt

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Der mutmaßliche Täter wurde noch am Sonntag in Gewahrsam genommen.

(Foto: AP)

Ein 39-Jähriger bringt mit seinem SUV in Wisconsin sechs Menschen um. Warum, ist unklar, aber inzwischen ist die Justiz sicher, dass es kein Unfall war. Die Anklage lautet auf "absichtliche Tötung". Der mutmaßliche Täter ist mehrfach vorbestraft.

Der mutmaßliche Täter, der mit einem Geländewagen in eine Weihnachtsparade in den USA gerast war und mehrere Menschen tötete, ist des fünffachen Mordes angeklagt worden. Das erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag während einer Gerichtsanhörung in der Kleinstadt Waukesha im US-Bundesstaat Wisconsin. Weil inzwischen noch ein Kind seinen Verletzungen erlegen sei und es damit sechs Todesopfer gebe, werde die Anklage wohl noch erweitert werden, hieß es.

Der zuständige Justizbeamte, Kevin Costello, legte die Kaution für den Angeklagten Darrell B. angesichts von dessen Vorstrafen aus mehreren Bundesstaaten auf fünf Millionen US-Dollar (4,4 Millionen Euro) fest. "Die Natur dieser Tat ist schockierend", sagte er. Im Fall eines Schuldspruchs würde dem 39-Jährigen lebenslange Haft drohen. Weshalb er laut Polizei am Sonntag bei der Parade in die Menschenmenge raste, ist noch immer nicht bekannt.

Während der Waukesha Christmas Parade hatten Menschen im Zentrum der Stadt am Sonntagnachmittag beide Seiten der Straße gesäumt. Die alljährliche Veranstaltung im Vorort der Großstadt Milwaukee lockt traditionell Tanzgruppen, High-School-Bands, Politiker und zahlreiche Zuschauer an. Auch viele Familien mit Kindern besuchten die Parade am Sonntag und bestaunten Weihnachtsfiguren, Tänzer und Musiker.

Mehrere Kinder noch in Lebensgefahr

Dutzende Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt, sechs getötet. In der Anklageschrift werden zwei Polizeibeamte, die vor Ort waren, mit der Aussage zitiert, das Fahrverhalten des Täters lasse darauf schließen, dass er absichtlich in die Menge gefahren sei. Nach dem Recht des Bundesstaats Wisconsin wird dem Angeklagten "absichtliche Tötung ersten Grades" zur Last gelegt. Das entspräche im deutschen Recht am ehesten dem Tatbestand des Mordes.

Das zuständige Kinderkrankenhaus im nahegelegenen Milwaukee bestätigte den Tod eines Jungen und erklärte, 13 Kinder würden derzeit noch behandelt. Sechs davon schwebten in Lebensgefahr. Zwei verletzte Kinder seien bereits am Montag entlassen worden. Der mutmaßliche Täter hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrere Vorstrafen, war bereits inhaftiert und muss sich auch noch in anhängigen Verfahren vor der Justiz verantworten. Er war erst wenige Tage vor dem Zwischenfall wegen eines tätlichen Angriffs festgenommen worden und kurz darauf gegen 1000 Dollar Kaution freigekommen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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