Panorama

Vorfall in LüdenscheidNach Baby-Entführung kommt 18-Jährige in Psychiatrie

29.06.2026, 19:23 Uhr
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Eine 18-Jährige entführt ein wenige Tage altes Baby aus einer Klinik und legt es in einem Parkhaus ab. Das Baby wird unversehrt gefunden, die junge Frau nach Fahndung ebenfalls. Sie ist der Polizei bereits bekannt. Ein Gericht lässt sie zunächst in einer psychiatrischen Einrichtung unterbringen.

Nach der zwischenzeitlichen Entführung eines Neugeborenen aus einem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen soll die 18-jährige Tatverdächtige vorläufig in eine Psychiatrie. Das Amtsgericht Hagen ordnete die einstweilige Unterbringung der Tatverdächtigen in einer psychiatrischen Einrichtung an, wie die Staatsanwaltschaft in Hagen und die Polizei in Iserlohn mitteilten. Die Staatsanwaltschaft hatte dies zuvor beantragt.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich die Frau am Samstag in einem hellblauen Kittel als Krankenhausmitarbeiterin ausgegeben und das sieben Tage alte Baby aus dem Zimmer der Mutter mitgenommen. Zeugen entdeckten das Baby Samstagnachmittag nach knapp einer Stunde in einem Parkhaus, kurze Zeit später meldete das Klinikum in Lüdenscheid das Neugeborene als vermisst.

Ein Rettungswagen holte den Jungen aus dem Parkhaus und brachte ihn zurück ins Klinikum. Das erst sieben Tage alte Baby sei weder verletzt noch überhitzt gewesen, berichtete ein Sprecher der Hagener Staatsanwaltschaft. Warum die Frau das Kind mitgenommen hatte und es dann in einer Tiefgarage ablegte, ist bisher unklar.

Laut Ermittlerangaben gab es Videoaufnahmen der jungen Frau aus dem Bereich, wo der Säugling gefunden wurde. Die polizeibekannte 18-Jährige wurde am Sonntag nach einer Reihe von Hinweisen gefasst. Polizeibeamte durchsuchten ihre Wohnung. Gegen sie wird wegen des Verdachts einer Kindesentziehung und Menschenraubs ermittelt.

Wie die Frau zu dem Neugeborenen in die Klinik gelangen konnte, ist bisher unbekannt. Der Zutritt sei laut einem WDR-Bericht durch einen Zahlencode abgesichert. Ermittler wollen demnach prüfen, ob es möglicherweise einen beruflichen Bezug zu dem Krankenhaus gibt.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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