Panorama

Trümmer im Mittelmeer entdeckt Nato-Helikopter anscheinend abgestürzt

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Ein anderer Hubschrauber des kanadischen Militärs bei einem Flug in Halifax.

(Foto: imago/Danita Delimont)

Bei einem Einsatz über dem Mittelmeer verschwindet ein kanadischer Hubschrauber vom Radar, der auf einem Patrouillenflug für die Nato ist. Kurz darauf findet die griechische Armee Trümmerteile zwischen Griechenland und Italien. Laut einem Medienbericht wird auch eine Leiche entdeckt.

Ein kanadischer Nato-Hubschrauber ist anscheinend über dem Mittelmeer abgestürzt. Die griechische Armee meldete den Fund von Wrackteilen, nachdem der Helikopter bei einem Einsatz von den Radarschirmen verschwunden war. Die Wrackteile seien "in der Kontroll- und Interventionszone Italiens" im Ionischen Meer entdeckt worden, hieß es aus griechischen Armeekreisen. Griechenland habe einen Marinehubschrauber entsandt, um sich an der Rettungsaktion zu beteiligen.

Der griechische Fernsehsender ERT berichtete, es sei "auch eine Leiche entdeckt worden". Diese sei mit Wrackteilen des Hubschraubers "in internationalen Gewässern nahe der griechischen Insel Kefalonia" gefunden worden. Die griechischen Militärkreise bestätigten diese Information zunächst nicht.

Der Nato-Hubschrauber war am Mittwoch bei einem Mittelmeer-Einsatz von den Radarschirmen verschwunden. Die kanadische Armee machte keine Angaben zur Zahl der Besatzungsmitglieder an Bord. Laut der griechischen Luftwaffe handelte es sich um eine sechsköpfige Crew.

Der Kontakt zu dem Hubschrauber sei abgebrochen, als sich dieser an Nato-Operationen vor der griechischen Küste beteiligt habe, hieß es in der Mitteilung der kanadischen Streitkräfte. Der Helikopter gehörte zu der kanadischen Fregatte "HMCS Fredericton". Er war von dem Schiff zu einem Patrouillenflug abgehoben.

Laut den Angaben der griechischen Luftwaffe verschwand der Hubschrauber nahe der griechischen Insel Kefalonia in internationalen Gewässern zwischen Griechenland und Italien vom Radar. An der Nato-Operation zur Gebietsüberwachung sind den Angaben zufolge auch italienische, griechische und türkische Verbände beteiligt.

Quelle: ntv.de, hul/AFP