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"Ich bestreite den Sachverstand"Nebenklage verschmäht Zeugen im Block-Prozess

26.01.2026, 13:57 Uhr
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Christina Block und ihr Lebensgefährte Gerhard Delling auf dem Weg zur Verhandlung: Die Unternehmerin soll die Entführung ihrer minderjährigen Kinder beauftragt haben. (Foto: picture alliance/dpa)

Am 32. Prozesstag um die Entführung der Block-Kinder berichtet ein Kinderpsychologe über Beratungen mit Christina Block zum Umgang mit den Kindern. Die Verteidigung von Stephan Hensel greift daraufhin seine Glaubwürdigkeit an.

Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat die Aussage des Nebenklage-Vertreters über einen Kinderpsychologen für Aufregung gesorgt. "Ich bestreite, dass der Zeuge irgendeinen Sachverstand hat", sagte Philip von der Meden, der Blocks Ex-Mann Stephan Hensel vertritt. Der Zeuge aus Bremen hatte früher die angeklagte Mutter Christina Block beraten, nachdem der Vater die Kinder im Sommer 2021 nach einem Wochenendbesuch in Dänemark nicht mehr nach Hamburg zurückgebracht hatte. Die Äußerung in Anwesenheit des Zeugen sorgte für Verärgerung bei den Verteidigern, einer bezeichnete sie als "unverschämt". Die Vorsitzende Richterin ließ den Zwischenruf des Nebenklage-Vertreters im Protokoll festhalten.

Der Kinderpsychologe hatte zuvor über Gespräche mit der Mutter berichtet. Diese habe ihn gefragt, wie es sein könne, dass die Kinder sagten, sie habe sie geschlagen - obwohl das nicht stattgefunden habe - sagte der 54-Jährige aus Bremen am 32. Prozesstag. Er habe daraufhin Konzept für die Unternehmerin erarbeitet, wie sie sich verhalten solle, wenn die Kinder einmal wieder zurück zu ihr kommen sollten. Der Zeuge betonte, dass eine Aktion, wie sie dann in der Silvesternacht 2023/24 stattgefunden habe, nie Thema in Gesprächen gewesen.

Kinder sagen nicht aus

Im Laufe der Verhandlung verweigerte außerdem die einzige Tochter, die noch bei Christina Block lebt, als Zeugin im Prozess auszusagen. Sie macht von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und sei daraufhin abgeladen worden, sagte eine Gerichtssprecherin. Die heute 17-Jährige ist das zweitälteste der vier gemeinsamen Kinder, die die Unternehmerin Christina Block und ihr Ex-Mann Stephan Hensel haben. Sie begleitete ihre Mutter Neujahr 2024 zu einem Bauernhof, auf dem sie ihre entführten Geschwister wiedersah. Auch diese beiden Kinder haben bereits angekündigt, im Prozess nicht aussagen zu wollen.

Christina Block, Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette "Block House", Eugen Block, soll die Entführung ihres damals 10 Jahre alten Sohns und der 13-jährigen Tochter aus Dänemark in der Silvesternacht 2023/24 in Auftrag gegeben haben. Sie bestreitet das. Eine israelische Sicherheitsfirma, die die Kinder gewaltsam nach Deutschland geholt haben soll, habe auf eigene Faust gehandelt, hatte sie erklärt. Der gewaltsamen Rückholaktion vorausgegangen war ein jahrelanger Sorgerechtsstreit.

Quelle: ntv.de, nab/dpa

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