Panorama

Erste Infektion in Bremen Neue Corona-Fälle von Nord- bis Süddeutschland

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Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt weiter.

(Foto: dpa)

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt weiter an. Mehrere Bundesländer, die bereits betroffen sind, melden Neuinfektionen. Zum ersten Mal bestätigen sich nun auch Verdachtsfälle in Bremen und Niedersachsen.

Das neuartige Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben sich weitere Menschen mit dem Erreger angesteckt. Erstmals gibt es auch einen bestätigten Fall in Bremen. Es handele sich um eine Frau, die sich noch bis Donnerstag im Iran aufgehalten habe, teilte der Senat der Hansestadt mit. Das Land am Persischen Golf ist im internationalen Vergleich relativ stark betroffen. Die 1962 geborene Patientin werde derzeit in einer Klinik behandelt, sie zeige nur leichte Symptome. Das Gesundheitsamt sei in direktem Kontakt mit ihr. Ziel sei es, Kontaktpersonen zu ermitteln und erforderliche Maßnahmen einzuleiten.

Auch in Niedersachsen gibt es nun die erste bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Ein 68 Jahre alter Mann aus der Region Hannover habe sich angesteckt, wie die Region Hannover und das niedersächsische Gesundheitsministerium mitteilten. Der Patient aus Uetze hielt sich zuletzt in Norditalien auf. Er wurde isoliert und befindet sich nach Angaben der Behörden in einem guten Zustand. Das Risiko für die Bevölkerung in Niedersachsen, sich mit dem Virus zu infizieren, werde vom Landesgesundheitsamt und dem Robert Koch-Institut (RKI) derzeit weiterhin als gering bis mäßig eingestuft, hieß es vom Ministerium.

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In Hamburg gibt es inzwischen einen zweiten bestätigten Fall einer Coronavirus-Erkrankung. Bei der betroffenen Person handelt es sich um eine Frau, die in der Nacht zum Samstag mit leichten Symptomen von der Feuerwehr unter entsprechenden Schutzmaßnahmen und Vorankündigungen in die Asklepios Klinik St. Georg gebracht und dort isoliert medizinisch betreut wurde, wie die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz mitteilte. Die in Hamburg gemeldete Frau, die aus dem Iran stamme, befinde sich mittlerweile in häuslicher Isolation.

Drei weitere Infektionen in Bayern

In Bayern ist die Zahl der Coronavirus-Fälle weiter gestiegen. Wie das bayerische Staatsministerium für Gesundheit in München mitteilte, wurden bis zum späten Nachmittag drei neue Fälle bestätigt, die aus Oberbayern stammen. Weitere Einzelheiten sollen demnach am Sonntag mitgeteilt werden. Damit gibt es derzeit vier bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. Am Donnerstag war bereits der Fall eines Mannes in Mittelfranken bekannt geworden, der in Deutschland Kontakt zu einem Italiener hatte, der später positiv auf das Virus getestet wurde.

In Baden-Württemberg wurde das neuartige Coronavirus bei einer 42-Jährigen nachgewiesen. Wie das Sozialministerium in Stuttgart mitteilte, hatte die Frau Kontakt zu einem bereits bestätigten Fall aus Freiburg. Die Betroffene befindet sich demnach bereits seit Donnerstag in "häuslicher Isolation" im Landkreis Emmendingen. Insgesamt steigt die Zahl der Infektionen in Baden-Württemberg dem Ministerium zufolge damit auf 15 Fälle.

Zuvor waren bereits Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen bekannt geworden. In dem besonders betroffenen Landkreis Heinsberg stieg die Zahl auf 60 Fälle. Darunter sind auch vier Kindergartenkinder. Sie hatten den Kindergarten besucht, in dem die Frau arbeitete, die nach ihrem Mann als zweite im Kreis Heinsberg positiv auf das Virus getestet worden war. Den Kindern gehe es aber gut, sagte eine Behördensprecherin. Sie zeigen demnach allenfalls Erkältungssymptome.

Schule in Bonn wird für zwei Wochen geschlossen

Ihren ersten Infektionsfall hatte zuvor die nordrhein-westfälische Stadt Bonn gemeldet. Betroffen ist dort ein 22-Jähriger, der im offenen Ganztagsbereich einer Schule arbeitet. Die Stadtverwaltung erklärte, dass sie die Familien der 185 Kinder der Grundschule sowie Lehrer und Mitarbeiter gebeten habe, zunächst zu Hause zu bleiben. Die Schule wird demnach für 14 Tage geschlossen.

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In Rheinland-Pfalz gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Mainz einen weiteren Betroffenen. Demnach handelt es sich dabei um einen 32-Jährigen, der in Kontakt zu einem Mann stand, der bereits am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die Betroffenen werden dem Ministerium zufolge in einer Klinik in Kaiserslautern versorgt. Beiden Erkrankten gehe es gut.

Quelle: ntv.de, hul/dpa/AFP/rts