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Erste Messe in Brand-Kathedrale Notre-Dame wartet auf Milliardärs-Spenden

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Zur ersten Messe nach dem Brand kamen viele Menschen.

(Foto: REUTERS)

Nach dem Brand in der französischen Kathedrale Notre-Dame wollen viele Menschen helfen. Die Familien Arnault und Pinault versprechen sogar mehrere hundert Millionen Euro für den Wiederaufbau - nur bislang ist kein Geld von den Milliardären geflossen.

Während bereits zwei Monate nach dem Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame erstmals wieder eine Messe in dem Gotteshaus gefeiert wurde, sind bislang deutlich weniger Spenden für den Wiederaufbau eingegangen als zuvor angekündigt. Noch nicht gezahlt haben vor allem die Großspender - darunter die französischen Milliardärsfamilien Arnault und Pinault, die 200 und 100 Millionen Euro versprochen haben. Bisher sind erst 80 Millionen Euro ausgezahlt, also noch nicht einmal zehn Prozent des zugesagten Betrags, wie Frankreichs Kulturminister Franck Riester dem Fernsehsender France 2 sagte.

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Der Pariser Erzbischof Michel Aupetit trug bei der Messe einen Schutzhelm.

(Foto: REUTERS)

Das eingegangene Geld stammt nach Riesters Angaben vor allem von Privatleuten, die an die vier beauftragten Stiftungen gespendet haben. Dies sei allerdings "normal", sagte Riester. "Die Spenden werden nach und nach je nach Fortschritt der Bauarbeiten fließen", betonte er. Derzeit würden Vereinbarungen mit den Großspendern ausgearbeitet. Diese verlangen nach Angaben des Ministeriums detailliert Auskunft, wofür ihr Geld eingesetzt werden soll. Riester appellierte erneut an die "Großzügigkeit" aller Spender.

Messe mit hohen Sicherheitsvorkehrungen

Insgesamt haben nach Angaben des Kulturministers rund 350.000 Spender Geld zugesagt - darunter sind auch deutsche Privatleute und Unternehmen, wie der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet am Freitag in Paris betonte. Er nannte dies nach einem Rundgang mit Chefarchitekt Philippe Villeneuve ein "starkes Signal der Solidarität". Laschet ist Bevollmächtigter für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Bei dem Brand Mitte April waren das Dach und der Spitzturm der gotischen Kathedrale zerstört worden. Seitdem dauern die Arbeiten zur Absicherung von Notre-Dame an. Selbst der Pariser Erzbischof Michel Aupetit trug bei der Messe am Samstagabend ein weißes Gewand und einen Schutzhelm. Aus Sicherheitsgründen konnten nur 30 geladene Gäste an dem Gottesdienst teilnehmen, die Hälfte von ihnen waren Geistliche. Die Messe wurde aber live in einem katholischen Fernsehsender in Frankreich übertragen.

Der Gottesdienst wurde nicht im weitgehend zerstörten Hauptschiff der Kirche, sondern in einer kleinen Seitenkapelle gefeiert. Aupetit sagte vor der Messe, der Gottesdienst solle daran erinnern, "dass diese Kathedrale noch lebendig ist und dass sie zum Feiern erbaut wurde".

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Quelle: n-tv.de, mba/dpa/AFP

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