Panorama

Gefälschte Dokumente vermutet Nürnberger Polizei rettet 101 Hundewelpen

160426674_3799328350104811_4863977467151324545_o.jpg

101 Welpen, aber ohne Dalmatiner.

(Foto: Tierheim Nürnberg)

Die Polizei in Nürnberg kann einen offenbar illegalen Tiertransport aufdecken. Im Laderaum des aus Ungarn stammenden Transporters finden die Beamten Dutzende Hundewelpen, die wohl nach Belgien gebracht werden sollten.

Nach dem Verdacht auf einen nicht zulässigen Hundetransport sind über 100 Welpen im Nürnberger Tierheim aufgenommen worden. Die Polizei hatte den Transporter mit ungarischem Kennzeichen am Samstagabend im Nürnberger Stadtgebiet kontrolliert. Der Wagen habe eine Kennzeichnung für den Transport lebender Tiere gehabt, berichtete ein Polizeisprecher. Die Beamten fanden in dem Fahrzeug demnach 101 Welpen unterschiedlichster Rassen. Es werde nun ermittelt, ob es Verstöße gegen die Tierschutzbestimmungen gegeben habe und ob der Transport zulässig gewesen sei, berichtete der Sprecher.

Wie das Tierheim Nürnberg mitteilte, dürften die Tiere etwa sechs bis elf Wochen alt sein. Die Hunde sollten der Einrichtung zufolge aus Ungarn eingeführt werden, um sie vermutlich in Ladengeschäften in Belgien zu verkaufen. Für solche Transporte müssten die Hunde normalerweise mindestens 15 Wochen alt und geimpft sein, erläuterte eine Sprecherin des Tierheims. Wahrscheinlich seien die Tollwut-Impfdokumente der Welpen gefälscht. Man gehe daher - allein wegen des Alters der Tiere - von einem illegalen Transport aus, sagte die Sprecherin.

Insgesamt beherbergt das Nürnberger Tierheim nach eigenen Angaben derzeit 126 Hunde aus solchen Transporten. Man sei deswegen dringend auf Unterstützung angewiesen. Benötigt würden neben Geldspenden auch Bettwäsche ohne Knöpfe und ohne Reißverschluss. Die 101 Welpen befinden sich zudem in Tollwutquarantäne.

Das Tierheim postete auf Facebook einen Beitrag mit Fotos von den Jungtieren und wies darauf hin, "dass die Welpen nicht zur Vermittlung stehen". Es würden auch keinerlei Nachfragen beantwortet. Aktuell gelte es, die Welpen zu stabilisieren und die nächsten Wochen abzuwarten.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.