Panorama

"Stilles Meer" in Hamburg Oper über Fukushima startet

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Die Hauptdarsteller bei der Fotoprobe zur Oper "Stilles Meer".

(Foto: dpa)

Fast fünf Jahre ist es jetzt her, dass Japan eine Katastrophe erlebt: Durch den Tsunami verlieren Tausende Menschen ihr Leben, im AKW-Fukushima kommt es zum Super-Gau. Über diese schrecklichen Ereignisse gibt es nun eine Oper.

Eine Oper beschäftigt sich mit der Katastrophe von Fukushima: "Stilles Meer" von Toshio Hosokawa wird an diesem Sonntagabend in der Staatsoper Hamburg uraufgeführt. Darin wird thematisiert, welche sozialpsychologischen Folgen das Unglück für die Überlebenden hat.

Erzählt wird die Geschichte einer Deutschen: Claudia hat durch den Tsunami im März 2011 ihren japanischen Mann und ihren Sohn verloren. Vor allem den Tod ihres Sohnes hat sie auch Jahre später nicht verkraftet. Sie will die Wirklichkeit nicht akzeptieren und ist in ihrer Verzweiflung gefangen. Mit der Oper will der Komponist Toshio Hosokawa nicht nur an die Opfer erinnern. In einem ARD-Interview sagte er, man könne durch Musik auch beten. Als Musiker sehe er es als seine Aufgabe an,  diese Traurigkeit transparent zu machen.

Ergänzend zur Aufführung gibt es im Foyer der Staatsoper die Ausstellung "Low Tide. Japan nach dem Tsunami". Die  Fotografien von Denis Rouvre zeigen unter anderem verwüstete Landschaften und Porträts von Überlebenden. Die Bilder sollen die Betroffenen würdevoll darstellen und ihre Entschlossenheit zeigen, das Erlebte zu überstehen.

Am 11. März 2011 hatte ein Seebeben der Stärke 9 einen verheerenden Tsunami ausgelöst, der den Nordosten des Landes verwüstete. Fast 19.000 Menschen kamen durch die Katastrophe ums Leben. Im Atomkraftwerk Fukushima kam es zu Explosionen und zur Kernschmelze. Zehntausende verloren ihre Heimat.

Quelle: ntv.de, hul

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