Panorama

Boxkampf, Tänzer, Fluchtversuche Party-Horden halten Polizei in Atem

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In Frankfurt kam es nach einem Flashmob zu einer Schlägerei.

(Foto: picture alliance / IPA)

Die "Lockdown-Müdigkeit" scheint vielen Feierwütigen heftig aufs Gemüt zu schlagen. Am Wochenende muss die Polizei gleich mehrere Corona-Partys räumen. Während die Zahl der Gäste in Saarbrücken und Freiburg überschaubar bleibt, rückt bei einer Boxveranstaltung der Krankenwagen an.

Die Polizei hat am Wochenende diverse größere Partys und ähnliche Veranstaltungen aufgelöst. Im niedersächsischen Westergellersen beendeten Beamte am Samstag einen illegalen Boxkampf mit dutzenden Zuschauern, wie die Polizei in Lüneburg mitteilte. Demnach war in einer Scheune ein Ring aufgebaut, in dem gekämpft wurde. Bis zu 40 Menschen beobachteten den Kampf teils ohne Gesichtsmasken.

Als die Polizei am Ort des Geschehens eintraf, fuhr auch ein Krankenwagen vor. Dieser brachte einen aus Berlin angereisten schwer verletzten Kämpfer in ein Krankenhaus nach Lüneburg. Der Veranstalter gab an, der Kampf sei mit dem Landkreis Lüneburg abgestimmt worden. "Da dieses im Zeitraum eines verschärften coronabedingten Lockdowns mehr als unwahrscheinlich war, wurde die Veranstaltung polizeilich beendet", erklärten die Beamten. Es wurden diverse Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Geburtstagsfeier in Saabrücken

In der Nacht zum Sonntag bereiteten Beamte auch einer Geburtstagsfeier mit dutzenden Gästen in Saarbrücken ein Ende. Sie wurden kurz vor Mitternacht über die Party im Keller eines Mehrfamilienhauses informiert. Bereits vor dem Haus waren "laute Musik, Mikrofondurchsagen und Partygegröle" zu hören.

Im Keller stießen Polizisten auf 35 Menschen, die entgegen der Corona-Regeln feierten. Viele von ihnen versuchten anschließend, falsche Adressen anzugeben. Die Party wurde aufgelöst, gegen die Gäste wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Den Platzverweisen kamen sie teils nur widerwillig nach.

In Frankfurt am Main räumte die Polizei nach mehreren Vorfällen am späten Abend den Hafenpark. Dort hatten zuvor etwa 50 Menschen in einem sogenannten Flashmob getanzt. Größere Menschenansammlungen bildeten sich zudem an Sportplätzen. Offenbar bei einer Schlägerei wurde ein 28-Jähriger verletzt.

Fluchtversuche im Allgäu

In München rückte die Polizei in der Nacht zum Samstag zu einer Party mit lauter Musik im Stadtteil Schwabing aus. Die Tür wurde erst nach längerem Klingeln und Klopfen geöffnet. Die Polizei erhob von 27 Feiernden die Personalien, sprach Platzverweise aus und erstattete Anzeigen.

In Stöttwang im Allgäu stießen Polizisten am Samstagabend in einem Betrieb auf 21 Menschen, die mit Bier bei Musik zusammensaßen. Nach Angaben der Beamten wurden mehrere Fluchtversuche unterbunden, die Personalien erhoben und zur Anzeigenerstattung an das Landratsamt weitergeleitet.

In Freiburg in Baden-Württemberg rückten Polizisten nach vorherigen Ermittlungen zu einer Gaststätte mit illegalem Glücksspielbetrieb aus. Die Beamten stießen im Stadtteil Haslach auf 29 Menschen. Es herrschte "normaler Gaststättenbetrieb". Als Beweismittel wurden Spielkarten und Jetons beschlagnahmt.

Quelle: ntv.de, can/chr/AFP

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