SMS in Australien aufgeflogenPolitiker beklagt sich in Sitzung über seinen "langweiligen" Job

Wie lange die Karriere von Mark Parton noch weitergeht, ist unklar. Der australische Oppositionspolitiker schreibt erst während der Arbeit eine fragwürdige SMS und leugnet es anschließend auch noch. Offen ist, wer der Empfänger war. Den Verdacht einer Zeitung weist der 59-Jährige zurück.
"Mein Job ist langweilig" ("f*** my job is boring"): Diese Textnachricht hat der australische Politiker Mark Parton nach eigener Aussage während einer Haushaltssitzung verschickt. Der Chef der liberalen Oppositionspartei in der Region Canberra räumte vor Journalisten ein, die Textnachricht geschrieben zu haben. Er habe einen derben Humor, verteidigte er sich.
Die Zeitung "Canberra Times" hatte zuvor berichtet, Parton habe die Textnachricht mit einem Foto vom Sitzungsraum an eine Sexarbeiterin geschickt. Der Politiker leugnete zunächst, überhaupt eine solche Nachricht verschickt zu haben. Dann ruderte er zurück, erklärte aber, die Nachricht sei nicht an eine Sexarbeiterin gegangen. Wem Parton während der Sitzung stattdessen schrieb, sagte er nicht.
"Es gibt eine ganze Menge privater Textnachrichten, die von einer ganzen Menge von Leuten während der Sitzungstage und Anhörungen verschickt werden", sagte er weiter. "Ich denke, es ist okay, Leuten private Nachrichten zu schicken, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind." Außerdem seien "die meisten Leute der Auffassung, dass Budgetanhörungen ziemlich langweilig sind". Eine Beschwerde gegen Parton wurde bereits abgewiesen. Er selbst ging nach eigener Aussage wegen "Belästigung" zur Polizei.