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Familie drei Tage gefangen Polizei befreit Flüchtlinge aus Lkw

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(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Lastwagenfahrer vernimmt Klopfgeräusche aus seinem Lkw. Die gerufene Polizei entdeckt in seinem Fahrzeug schließlich eine sechsköpfige, völlig dehydrierte Flüchtlingsfamilie. Nun ermitteln die Beamten, wie die Menschen in den Lastwagen gelangten.

Die sächsische Polizei hat in Taucha bei Leipzig eine iranische Flüchtlingsfamilie aus einem Lastwagen geholt. Die Menschen hatten mit Klopfen auf sich aufmerksam gemacht, weil sie Durst plagte. Nach drei Tagen und drei Nächten Fahrt in dem verschlossenen Sattelauflieger sei ihnen das Wasser ausgegangen, sagte eine Sprecherin der Polizei in Leipzig.

Die Beamten versorgten die Eltern, einen jugendlichen Sohn sowie drei kleinere Kinder noch an Ort und Stelle mit Wasser. Die Familie wurde in eine Erstaufnahmeeinrichtung in Leipzig gebracht. Wann und wo die Flüchtlinge in den bulgarischen Sattelauflieger gelangten, weiß die Polizei noch nicht. Der griechische Fahrer sei von dem Ganzen völlig überrascht gewesen, so die Sprecherin.

Der Fahrer war in Thessaloniki losgefahren. Laut "Bild"-Zeitung fuhr er Richtung Mazedonien, Serbien, Ungarn und Tschechien nach Deutschland. 50 Kilometer vor Leipzig habe er dann die Klopfgeräusche vernommen. Der Lastwagen sei ordnungsgemäß verschlossen gewesen.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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