Panorama

Corona-Protest in Berlin Polizei führt Attila Hildmann ab

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Im Schwitzkasten: Hildmann bei seiner Festnahme.

(Foto: dpa)

Auch Attila Hildmann, früher Koch, jetzt rechtsextremer Verschwörungstheoretiker, mischt bei der großen Anti-Corona-Demo in Berlin mit. Vor der russischen Botschaft wird er schließlich abgeführt.

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen bei den Berliner Demonstrationen gegen die Corona-Politik ist der als Verschwörungstheoretiker bekannte Vegankoch Attila Hildmann festgenommen worden. Vor der russischen Botschaft sei es zu Stein- und Flaschenwürfen auf Polizisten gekommen, sagte Innensenator Andreas Geisel von der SPD. Insgesamt seien dort bereits 200 Menschen festgenommen worden.

Im Bereich der Reichstagswiese seien Teile der Absperrung umgeworfen worden, twitterte die Polizei. "Es drangen Personen in den gesperrten Bereich vor." Dagegen sei die Polizei vorgegangen. Polizeisprecher Thilo Cablitz sagte dazu, dass es dort zu Rangeleien gekommen sei. Vor der russischen Botschaft versammelten sich laut Cablitz rund 2000 Menschen. Dort seien Einsatzkräfte angegriffen worden. Weitere Angaben dazu konnte er vorerst nicht machen. Bereits zuvor hatte die Polizei von Stein- und Flaschenwürfen auf Polizisten im Zusammenhang mit dem Demonstrationsgeschehen in der Stadt berichtet.

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Demnach versammelten sich bei den Versammlungen in Berlin insgesamt zwischen 35.000 und 38.000 Menschen. Sie demonstrierten überwiegend friedlich gegen die staatlichen Corona-Schutzauflagen. Geisel fügte hinzu, mit den Festnahmen bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen zusammen habe es bislang insgesamt 300 Festnahmen im Zuge der Demonstrationen gegeben. Geisel bedauerte, dass "erwartungsgemäß" besonders bei der später aufgelösten Demonstration am Vormittag der Mindestabstand nicht eingehalten wurde. "Eine Situation, die ich insgesamt gerne vermieden hätte", sagte er.

Am Mittwoch hatte die Versammlungsbehörde den Demonstrationszug und die Großkundgebung am Nachmittag wegen des Infektionsschutzes verboten, Gerichte kippten die Verbote jedoch. Die Gerichte argumentierten laut Geisel, man müsse dem Veranstalter eine zweite Chance geben. "Die zweite Chance hat er heute gehabt." Geisel drückte mit Blick auf das neuartige Coronavirus die Hoffnung aus, "dass die Zahl der Erkrankten durch den heutigen Tag nicht wesentlich steigt".

Quelle: ntv.de, vpe/dpa/AFP

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