Panorama

Vermisstes Mädchen Polizei glaubt, dass Inga noch lebt

Anfang Mai 2015 verschwindet Inga spurlos. Bis heute gibt es keine heiße Spur von der Fünfjährigen aus Schönebeck - weder Kleidungsstücke, Haare oder DNA-Teile. Jetzt überraschen die Ermittler mit einer Einschätzung.

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Seit Anfang Mai wird die kleine Inga vermisst.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auf einem Grillplatz in Wilhelmshof bei Stendal wird Inga am Abend des 2. Mai zum letzten Mal gesehen. Seitdem fehlt von dem fünfjährigen Mädchen jede Spur. Nun überraschen die Ermittler mit einer Aussage zu Ingas Schicksal. "Wir haben nicht nur die Hoffnung, wir gehen auch davon aus, dass Inga noch lebt", äußerte sich Andreas Schomaker, Präsident der Polizeidirektion Nord in Sachsen-Anhalt in einem Interview mit der "Mitteldeutschen Zeitung".

Derzeit verfolgten die Ermittler "verschiedene Theorien", die mit dem Verschwinden des Mädchens zusammenhängen. "Wir können nicht alles transparent machen", schränkte Schomaker gegenüber der Zeitung ein. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne bislang "eigentlich" nur ausgeschlossen werden, dass Inga einen Unfall hatte. Mehr wolle er nicht sagen, um etwaige Beteiligte "nicht zu ungewollten Handeln" zu animieren, heißt es in dem Bericht weiter.

Nach dem Verschwinden der Fünfjährigen startete eine groß angelegte Suchaktion. Tausende Beamte und Helfer durchkämmten tagelang die Umgebung einer Einrichtung der Diakonie. Inga und ihre Familie waren dort am Tag des Verschwindens zu Gast. Angeblich soll Inga mit anderen Kindern in den Wald gegangen sein, um Holz für ein Lagerfeuer zu sammeln.

Knapp drei Wochen nach Ingas Verschwinden startete die Polizei auch eine Öffentlichkeitsfahndung. Nach der Ausstrahlung des Falls bei der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" gab es bis heute rund 1700 Hinweise. Davon sind rund 90 Prozent abgearbeitet, erklärte Schomaker der Zeitung.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0391-546-1422 entgegen oder über dieses Kontaktformular entgegen.

Quelle: n-tv.de, dsi

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