Panorama

Kurz vor Massenprotesten Polizei nimmt Nawalny-Helfer fest

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In Russland kommt es immer wieder zu gewaltsamen Festnahmen von Oppositionellen, wie auch bei einem Moskauer Protest im Januar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die schlechten Haftbedingungen von Alexej Nawalny lösen in mehreren westlichen Staaten verstärkt Kritik gegen Putin aus. In Russland planen Oppositionelle vielerorts Massenproteste. Doch nur einen Tag vorher nimmt die russische Polizei gleich mehrere Unterstützer des Kreml-Kritikers fest.

Kurz vor geplanten Massenprotesten gegen den Umgang mit dem inhaftierten Alexej Nawalny hat die russische Polizei nach Angaben Oppositioneller mehrere seiner Unterstützer festgenommen. Zudem wurden zwei regionale Büros seiner Anhänger durchsucht, teilte eine Bürgerrechtsgruppe OVD-Info mit.

Der 44 Jahre alte Nawalny befindet sich seit drei Wochen im Hungerstreik und wurde in ein Gefängniskrankenhaus verlegt. Seine Unterstützer fürchten um sein Leben. Vertrauensärzten der Regierungskritiker wird bislang der Zugang zu Nawalny verwehrt.

Die Behörden hatten die geplanten Kundgebungen für illegal erklärt und vor einer Teilnahme daran gewarnt. In Moskau wurden die Demonstrationen mit Verweis auf die Coronavirus-Pandemie verboten. Das Zentrum von Jekaterinburg im Ural soll nach dem Willen der Behörden ab dem frühen Abend für den Verkehr gesperrt werden, um für eine Militärparade zu proben.

Westliche Staaten verlangen die Entlassung von Nawalny. Am Montag forderte US-Präsident Joe Biden eine humane Behandlung des 44-Jährigen und erklärte, die russische Regierung werde für dessen Schicksal verantwortlich gemacht.

Quelle: ntv.de, can/rts

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