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Inder nach Dresden gebracht Polizei nimmt Schlepperbande in Paris fest

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(Foto: Picture Alliance/dpa)

7000 Euro für eine Person, 25.000 Euro für eine ganze Familie: Eine Schlepperbande schleust Menschen aus Westindien über Frankreich zur Schwarzarbeit in die Region um Dresden. Doch der französischen und deutschen Polizei gelingt es, die Bande zu zerschlagen.

Den Polizeibehörden aus Frankreich und Deutschland ist es nach eigenen Angaben gemeinsam gelungen, eine Schlepperbande zu zerschlagen: Sie nahmen im Großraum Paris sechs Inder fest, die Landsleute unter anderem in die Region um Dresden brachten, wo diese schwarz arbeiteten. In Deutschland wurden demnach acht indische Familien ohne gültige Papiere festgenommen. Europol unterstützte die Aktion.

Die Schlepper holten die Menschen nach Erkenntnissen der Behörden zunächst von Indien nach Frankreich und statteten sie mit Touristenvisa für den Schengen-Raum aus. Dafür hätten sie gefälschte Bankkonten genutzt, um das Einkommen der Inder künstlich aufzublähen. Dann wurden sie in die Nähe von Dresden oder auch nach Portugal gebracht.

Nach Angaben der Zeitung "Le Parisien" ließen sich die Schlepper ihre Dienste von den Menschen aus der westindischen Provinz Gujarat einiges kosten: Für eine Einzelperson habe die illegale Einwanderung 7000 Euro gekostet, für ein Paar 10.000 Euro und für eine Familie 25.000 Euro.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP

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