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Nach Dammbruch in Brasilien Polizei nimmt TÜV Süd-Mitarbeiter fest

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Zwei Mitarbeiter des TÜV Süd sind in Brasilien verhaftet worden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei einem Dammbruch im Osten Brasiliens sterben mehr als 60 Menschen. Im Zuge der Ermittlungen zur Unglücksursache nehmen die Behörden zwei Angestellte des TÜV Süd fest. Das Unternehmen aus München hatte die Dämme erst kürzlich geprüft.

Nach dem Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien hat die Polizei zwei Mitarbeiter des Münchner Unternehmens TÜV Süd festgenommen. "Wir können zum jetzigen Zeitpunkt bestätigen, dass zwei Mitarbeiter von TÜV Süd in Brasilien verhaftet wurden", teilte die Firma mit. "Aufgrund der laufenden Ermittlungen können wir zurzeit keine weiteren Auskünfte geben. Wir unterstützen die Ermittlungen vollumfänglich." Der TÜV Süd hatte im vergangenen Jahr die Dämme an der Mine geprüft.

Zudem nahm die Polizei drei Mitarbeiter der brasilianischen Betreiberfirma Vale fest. Der Bergbaukonzern teilte mit, das Unternehmen arbeite mit den Behörden zusammen. "Vale wird die Ermittlungen weiterhin unterstützen, um die Fakten zu klären", hieß es in einer Stellungnahme.

Der Damm an der Mine Córrego do Feijão war am Freitag gebrochen. Eine Schlammlawine rollte über Teile der Anlage und benachbarte Siedlungen hinweg. Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg auf 65, wie der Zivilschutz mitteilte. 279 weitere Menschen wurden noch vermisst. Die Zahl der Todesopfer dürfte demnach noch steigen.

"Leider ist es sehr unwahrscheinlich, noch Überlebende zu finden", sagte Feuerwehrsprecher Pedro Aihara im Fernsehsender Globo News. Die letzten Überlebenden waren am Samstagmorgen gefunden worden.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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