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Vergewaltigung in Freiburg Polizei sucht nach zehntem Verdächtigen

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Die Studentin wurde in einem Waldstück in der Nähe einer Discothek mehrfach vergewaltigt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Oktober wird eine 18-Jährige in Freiburg von mehreren Männern vergewaltigt. Neun ihrer mutmaßlichen Peiniger konnte die Polizei bereits festnehmen. Nun läuft die Suche nach dem zehnten Mann. Auf ihn deuten Spuren an der Kleidung des Opfers hin.

Nach der Festnahme eines neunten Verdächtigen im Fall der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg wertet die Polizei weitere Spuren und Hinweise aus. Die nach der Tat vor rund eineinhalb Monaten gegründete Ermittlungsgruppe "Club" mit 13 Beamten bleibe unverändert bestehen, sagte eine Sprecherin der Polizei in Freiburg. Zudem arbeiteten Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) im Labor am Auswerten der Spuren. Ziel sei es, Beweise zu sichern und den noch unbekannten zehnten mutmaßlichen Täter zu ermitteln.

Mitte Oktober war den Ermittlern zufolge eine 18-Jährige in Freiburg nach einem Discobesuch von mindestens zehn Männern vergewaltigt worden. Acht Verdächtige waren in den Tagen nach der Tat festgenommen worden - sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher ohne Migrationshintergrund.

Am vergangenen Donnerstag folgte die Festnahme eines 18 Jahre alten Mannes aus Syrien. Über den Abgleich mit einer von ihm freiwillig abgegebenen Speichelprobe waren die Ermittler auf seine Spur gekommen. Der Mann war in Emmendingen bei Freiburg festgenommen worden. Er lebte dort in einer Flüchtlingsunterkunft. Der Polizei ist er bereits wegen anderer Gewalttaten, Drogendelikten und Beleidigung bekannt gewesen.

Alle neun festgenommen Männer sitzen in Untersuchungshaft. Nach einem weiteren, unbekannten Mann fahnden die Ermittler noch. Körperspuren von ihm waren an der Kleidung des Opfers gefunden worden. Der Abgleich mit europaweiten Datenbanken, in der Verdächtige gespeichert sein könnten, habe bislang kein Ergebnis gebracht, sagte die Sprecherin. Die Polizei arbeite nun weiter daran, den Unbekannten ausfindig zu machen.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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