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Weinender Junge rührt die Welt Promis machen sich für Mobbing-Opfer stark

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Für viele Internetnutzer ist der weinende Keaton bereits ein Superheld.

(Foto: Collage: Facebook/kimberly.jones)

In einem Video erzählt Keaton seiner Mutter unter Tränen, wie schlimm er in der Schule gemobbt wird. Sie postet die Worte ihres Sohnes online und tritt eine Welle der Solidarität los.

"Sie machen sich über meine Nase lustig und nennen mich hässlich. Sie sagen, ich habe keine Freunde", erzählt Keaton Jones seiner Mutter im Auto als sie ihn von der Schule abholt. Unter Tränen beschreibt der Schüler aus dem US-Bundesstaat Tennessee die Qualen, die ihm seine Mitschüler täglich zufügen. So wird er in der Mittagspause unter anderem mit Milch übergossen und mit Brot beworfen.

Keaton beklagt, dass er nicht der Einzige in seiner Schule sei, dem es so geht. "Ich hasse es, dass sie das mit mir machen und ich mag es nicht, dass sie das auch mit anderen machen", sagt der Schüler. Das sei nicht in Ordnung. "Menschen sind unterschiedlich und es gibt keinen Grund, sie deswegen zu kritisieren." Es sei schließlich nicht ihre Schuld, erklärt der Junge seiner Mutter.

Es dürfte nicht das erste Mal sein, dass Kimberly Jones von den Hänseleien hört, denen ihr Sohn in der Schule ausgesetzt ist. Doch dieses Mal nimmt sie seine Worte mit dem Handy auf und postet das Video auf Facebook. Sie möchte auf das Keatons Leid aufmerksam machen und bekommt nun prominente Unterstützung.

"Nicht du bist das Problem"

Mehr als 22 Millionen Menschen haben das Video bisher gesehen und machen Keaton in den sozialen Netzwerken Mut - darunter Präsidentensohn Donald Trump Jr., Schauspielerin Patricia Arquette, Musiker Justin Bieber und Fernsehpsychologe Dr. Phil. "Dieser Junge ist unglaublich mutig", schreibt Donald Trump Jr. auf Twitter und lädt die Familie Jones zu einem Besuch nach Las Vegas ein. Dort befindet sich das Hauptquartier der "Ultimate Fighting Championsship" (UFC), einer US-amerikanischen Organisation für den Kampfsport Mixed-Martial-Arts. UFC-Präsident Dana White hatte Keaton den Vorschlag gemacht, in der Zentrale vorbeizukommen und nach einer Unterkunft für die Familie gesucht.

Oscarpreisträgerin Patricia Arquette lobt bei Twitter die Empathie des Schülers. "Sie macht dich zu einem großartigen Mann und Freund", schreibt die "Boyhood"-Darstellerin. Justin Bieber erklärt Keaton in einem Video zur Legende. "Du inspirierst so viele Menschen mit deiner Botschaft und deiner Authentizität", erklärt der Sänger. Auch Show-Moderator Dr. Phil twittert ermutigende Worte an Keaton. "Nicht du bist das Problem, sondern die Tyrannen." Er rät dem Kind, stark zu sein und macht ihm ein Angebot: "Ich komme jederzeit zu dir, laufe mit dir durch die Mensa und esse mit dir zu Mittag."

Aus der Solidarität für den gemobbten Schüler haben sich auf den sozialen Plattformen mittlerweile sogar eigene Hashtags entwickelt. Unter #StandWithKeaton, #KeatonStrong und #KeatonJones teilen Tausende Nutzer ihre Unterstützung für den Jungen mit und richten ermunternde Botschaften an ihn: "Wir lieben dich", "Bleib dir selbst treu" oder "Wir sind bei dir", heißt es. Zudem kursieren Fotomontagen von Keaton in einem Superheldenkostüm. Passend dazu hat "Captain America"-Darsteller Chris Evans die Familie Jones auf Twitter zu Premiere des neuen "Avengers"-Films nach Los Angeles eingeladen.

Quelle: n-tv.de, lsc

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