Panorama

Nach Zulassung von "Sputnik V" Putin kündigt weiteren Corona-Impfstoff an

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Der Name des neuen Impfstoffes aus Russland ist noch unbekannt.

(Foto: AP)

Voller Stolz präsentiert Wladimir Putin im vergangenen Monat den russischen Corona-Impfstoff "Sputnik V". Doch schnell gibt es internationale Zweifel an der Wirksamkeit des Serums. Nun enthüllt der Kremlchef Pläne für einen neuen Impfstoff. Das Mittel soll schon in Kürze verfügbar sein.

Kremlchef Wladimir Putin hat einen weiteren Corona-Impfstoff in Aussicht gestellt. Das zweite Mittel werde bald in Russland registriert, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge in Moskau vor Vertretern des russischen Oberhauses. Details nannte er nicht. Berichten zufolge wird derzeit ein Impfstoff des staatlichen Vektor-Forschungszentrums für Virologie und Biotechnologie getestet. Demnach befindet sich der Stoff in der klinischen Phase und soll in den nächsten Wochen an Tausenden Freiwilligen angewendet werden.

Im August hatte Putin medienwirksam die Freigabe des ersten Impfstoffes mit dem Namen "Sputnik V" verkündet. Es war das erste Corona-Vakzin, das weltweit für eine breite Anwendung in der Bevölkerung zugelassen wurde. Unmittelbar nach der Freigabe gab es international Kritik, weil die Zulassung vor Abschluss wichtiger Tests erfolgte. Zudem bemängelten Forscher, dass es in der Studie der russischen Experten viele offene Fragen gebe und die Ergebnisse seltsame Muster enthielten.

Russland wies die Kritik an dem Impfstoff zurück und betonte, dass viele das russische Vakzin nur zum eigenen Vorteil schlecht machen wollten. "Leider gibt es Neid, Eifersucht und einen skrupellosen Wettbewerb", sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow. In Russland - momentan Platz vier auf der weltweiten Fallzahlen-Liste - nehmen die Corona-Zahlen seit kurzem wieder deutlich zu.

*Datenschutz

Nach offizieller Statistik gibt es aktuell mehr als 6400 neue Infektionen täglich. Seit Beginn der Pandemie haben sich im Riesenreich mehr als 1,1 Millionen Menschen angesteckt. Putin betonte, dass sein Land bestens gewappnet sei und weiter neue Krankenhäuser gebaut würden.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa