Panorama

Rund 1000 Corona-Tote erfasst RKI meldet mehr als 32.000 neue Fälle

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Sachsens Krematorien, wie hier in Dresden, arbeiten wegen der hohen Zahl der Corona-Toten an ihrer Kapazitätsgrenze.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Nachdem die Zahl der täglich gemeldeten neuen Corona-Fälle während der Weihnachtstage stark gesunken war, springt sie wieder über die Marke von 30.000. Das Robert-Koch-Institut erfasst erneut auch wieder mehr als 1000 Todesfälle. Die Aussagekraft der Zahlen ist allerdings eingeschränkt.

Das Robert-Koch-Institut hat weitere 32.552 Ansteckungsfälle mit dem Coronavirus erfasst. Damit erreichte die Zahl erneut das Niveau der Höchstwerte von mehr als 30.000 Fällen wie in der Woche vor Weihnachten. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg auf 1.719.737.

Nach Angaben des Instituts wurden ferner 964 Corona-Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Allerdings ist in dieser Zahl eine Korrektur um 55 Todesfälle enthalten, die am Mittwoch versehentlich für den Kreis Herne (Nordrhein-Westfalen) zu viel ausgewiesen worden waren. Damit wurden tatsächlich 1019 neue Todesfälle beim RKI registriert, womit den zweiten Tag in Folge die Marke von 1000 überschritten wurde. Der korrekte Mittwochswert lautet 1074. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg insgesamt auf 33.071.

Die Zahlen sind nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI hatte über die Weihnachtstage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern gerechnet. Die aktuell hohen Zahlen sind deshalb aus Sicht des RKI wohl auch durch Nachmeldungen bedingt.

*Datenschutz

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt bei 139,8. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Donnerstag Sachsen mit 326,7 und Thüringen mit 246,5 den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 77,1.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Mittwoch bei 0,68 (Dienstag: 0,67). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 68 weitere Menschen anstecken.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa/AFP