Panorama

Neue Einreiseregeln ab Sonntag RKI stuft Tirol runter, Frankreich hoch

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Blick vom Heuberg ins Inntal: Tirol ist nun nicht mehr Virusvarianten-Gebiet.

(Foto: imago images/Westend61)

Für Reisende aus Tirol gibt es Erleichterungen: Das Robert-Koch-Institut stuft das österreichische Bundesland nicht mehr als Virusvarianten-Gebiet ein. Auch für Tschechen und Slowaken wird es etwas einfacher, die deutsche Grenze zu passieren. Frankreich wird dafür hochgestuft.

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Frankreich ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise ein. Das österreichische Bundesland Tirol sowie Tschechien und die Slowakei werden gleichzeitig von der Warnstufe "Virusvarianten-Gebiet" heruntergestuft. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit und hob damit die weitgehenden Einreisebeschränkungen für diese Länder und Regionen auf. Ab Sonntag gelten Tschechien und die Slowakei nur noch als Hochinzidenzgebiete, Tirol nur noch als Risikogebiet.

Die Hochstufung Frankreichs begründet das RKI mit der Infektionslage, die sich seit Wochen kontinuierlich verschlechtert. Täglich melden die französischen Behörden etwa 30.000 neue Ansteckungen. Die Situation in den Krankenhäusern ist in mehreren Regionen extrem angespannt. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche liegt aktuell bei mehr als 300. Die Einstufung als Hochinzidenzgebiet erfolgt ab einem Inzidenzwert von 200. Wer aus diesen Gebieten einreist, muss einen negativen Corona-Test bei Einreise dabei haben. Für Pendler treffen die jeweiligen Bundesländer in der Regel spezielle Regelungen.

Die Grenzregion Moselle war bereits Anfang März als Virusvarianten-Gebiet eingestuft worden. Dort gibt es also schon eine Testpflicht bei der Einreise. Kontrolliert wird sie wahrscheinlich auch künftig nur stichprobenartig hinter der Grenze im Rahmen der sogenannten Schleierfahndung. Stationäre Grenzkontrollen sind nicht geplant. An den Grenzen zu Tirol und Tschechien gibt es dagegen derzeit auf Wunsch der angrenzenden Länder Bayern und Sachsen solche Grenzkontrollen. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie nun zumindest an der Grenze zu Tirol aufgehoben werden, das ab Sonntag nur noch "normales" Risikogebiet ist. Tschechien und die Slowakei bleiben dagegen Hochinzidenzgebiete.

Virusvarianten-Gebiete: Beförderungsverbot und Einreisesperre

Die Einstufung als Gebiete, in denen besonders ansteckende und gefährliche Virusvarianten verbreitet sind, war am 14. Februar erfolgt. Zunächst bis zum 31. März gelten weitgehende Einreise- und Beförderungsbeschränkungen aus Virusvarianten-Gebieten. So dürfen Unternehmen im Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- oder Flugverkehr grundsätzlich keine Personen aus Virusvarianten-Gebieten nach Deutschland befördern. Ausnahmen sind in Einzelfällen möglich, etwa für Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland, Durchreisende, Transportpersonal und bei dringenden humanitären Gründen wie einem Todesfall.

Wer sich in den vergangenen zehn Tagen in einem Hochinzidenzgebiet aufgehalten hat, muss bereits bei der Einreise nachweisen, dass er nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Die Fluggesellschaften müssen dies kontrollieren, auch die Bundespolizei kann den Nachweis bei der Einreise verlangen. Zudem müssen die Rückkehrer zuvor in der Regel ebenfalls die digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Auch für Grenzpendler gilt in der Regel die Testpflicht.

Reisende müssen laut RKI ab Sonntag folgende weitere Änderungen beachten: In Dänemark werden Nordjylland und Midtjylland als Risikogebiete eingestuft. Israel wird vom Hochinzidenzgebiet zum Risikogebiet zurückgestuft. In Kroatien wird Slawonien als Risikogebiet eingestuft. In Finnland und Norwegen werden jeweils einzelne Regionen von der Risikoliste gestrichen, aber es kommen auch neue hinzu.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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