Panorama

412 Tote an Heiligabend RKI verzeichnet mehr als 25.500 Neuinfektionen

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Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.612.648 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Infektionszahlen schwächen sich in Deutschland auch an Weihnachten kaum ab. Am Morgen meldet das Robert-Koch-Institut ein nahezu unverändert hohes Fallaufkommen. Noch ist unklar, wie sich das verlängerte Wochenende auswirkt.

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 25.533 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden an Heiligabend bis Mitternacht bundesweit insgesamt 412 Todesfälle verzeichnet, wie das RKI am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags bekannt gab. Die Zahlen (Stand: 25.12., 0.00 Uhr) sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar.

Das RKI rechnete während der Feiertage mit einer generell verringerten Zahl an Arztbesuchen, weniger durchgeführten Corona-Tests und daher auch mit weniger Fallmeldungen an die Gesundheitsämter. Dazu kommen feiertagsbedingte Einschränkungen im Betrieb der Labore und bei den Behörden.

Mit den einsetzenden Effekten des verlängerten Weihnachtswochenendes könnte die Anzahl der gemeldeten Fälle daher stärker zurückgehen - unabhängig davon, wie viele Menschen sich in Deutschland derzeit tatsächlich anstecken. Das RKI selbst wird am 25. Dezember keinen Lagebericht veröffentlichen. Auch aktuelle Angaben zur Ansteckungsrate sollen erst wieder am zweiten Weihnachtstag vorgelegt werden.

Die Vergleichbarkeit der Daten mit den Vortagen und der Entwicklung der Vorwoche wird dadurch selbstverständlich beeinträchtigt. Mit Nachmeldungen im größeren Umfang ist zu rechnen. Am vergangenen Freitag hatte das RKI mit 33.777 Infektionen den bisherigen Höchststand verzeichnet, darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg enthalten. Außerdem wurden an diesem Freitag vor einer Woche 813 Todesfälle gemeldet. Der bisherige Höchststand von 952 Todesfällen war am vergangenen Mittwoch (16.12.) erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) geht aktuell leicht zurück auf 188,8. Am Dienstag war mit 197,6 ein Höchststand erreicht worden. Den mit Abstand höchsten Wert erreicht weiterhin Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 441,3, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgt Thüringen mit einem Wert von 320,6. Der niedrigste Wert weist Mecklenburg-Vorpommern auf mit 87,1.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.612.648 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 25.12., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Freitag auf 29.182. Rund 1.206.200 gelten nach Schätzungen inzwischen als genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 0,97 (Vortag: 0,92). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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