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Arbeitsagentur sucht Freiwillige Regierung sorgt für Hilfspersonal in Heimen

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Zur Zeit helfen Soldaten der Bundeswehr in den Pflegeheimen aus. Freiwillige sollen sie dann ersetzen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit dem vergangenen März erklärt die Bundesregierung, dass Alten- und Pflegeheime besonders gegen eingeschleppte Viren geschützt werden müssen. Zehn Monate später ist es endlich so weit: Über eine Hotline können sich Freiwillige melden, die bei den täglichen Schnelltests helfen wollen.

Die Bundesregierung hat eine Hotline freigeschaltet, über die sich Freiwillige für die Unterstützung insbesondere bei Schnelltests in Pflegeheimen melden können. Sie sollen mittelfristig Soldaten ablösen, die vorerst in den Einrichtungen mithelfen, wie die Bundesregierung mitteilte. Die Antigen-Schnelltests sollen dazu beitragen, den Eintrag von Infektionen in Einrichtungen zu verhindern und gleichzeitig Besuche zu ermöglichen.

"Es ist der Bundesregierung ein großes Anliegen, dabei mitzuhelfen, Pflegeheime und Einrichtungen der Eingliederungshilfe zu unterstützen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Er verwies auf die Bedeutung der Schnelltests, aber auch darauf, "dass die Einrichtungen dafür Personal brauchen".

Derzeit stünden dafür rund 1400 Soldaten im Zuge der Amtshilfe bereit, in den kommenden Tagen solle diese Unterstützung noch weiter aufgestockt werden. In einer zweiten Phase sollten nach etwa drei Wochen dann vermehrt Freiwillige eingesetzt werden.

Hotline für Freiwillige

Diese können sich über die Hotline melden und werden von der Bundesagentur für Arbeit dann an die Kommunen weitervermittelt. "Die Schulung der Freiwilligen wird vor Ort vom Deutschen Roten Kreuz übernommen. Die Anstellung erfolgt bei den jeweiligen bedarfsmeldenden Einrichtungen", teilte die Regierung weiter mit. Informationen sind demnach im Internet abrufbar oder bei der Hotline 0800/4555532.

Laut Verteidigungsministerium waren am Montag 847 Soldaten in Alten- und Pflegeheimen im Einsatz, weiter Einsätze würden vorbereitet. Die Zahl der eingesetzten Soldaten könne weiter erhöht werden. "Die Zahlen entwickeln sich sehr dynamisch", sagte ein Sprecher.

Zuvor hatte die Bundesregierung bereits angekündigt, dass freiwillige Helfer in Alten- und Pflegeheimen pro Stunde eine Vergütung von 20 Euro erhalten sollten. Nach Möglichkeit sollten sie medizinische Vorkenntnisse oder Erfahrungen in einem pflegerischen Bereich mitbringen. Das sei aber wegen der geplanten Schulung nicht zwingend erforderlich. "Die Personen sollten überdies zwischen 18 bis 70 Jahre alt sein und über deutsche Sprachkenntnisse verfügen", sagte eine Regierungssprecherin der "Rheinischen Post". Bewerber sollten in "guter körperlicher Verfassung sein, so dass sie in persönlicher Schutzausrüstung, unter anderem mit FFP-2- und -3-Atemschutzmaske, Schutzbrille, Einmalhandschuhen arbeiten können."

Quelle: ntv.de, mau/AFP