Panorama

Geständnis vor Gericht Rentner drohte Haribo mit Gift-Goldbären

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Der Angeklagte sagte, er habe nur noch drei Euro im Portemonnaie gehabt.

(Foto: picture alliance / Henning Kaise)

Aus Geldnot will ein 74-Jähriger auf die Idee gekommen sein, den Süßwarenhersteller Haribo zu erpressen. Beim Prozess gibt er zu, auch anderen Unternehmen gedroht zu haben - und schildert, wie er vorging.

Ein Rentner hat gestanden, unter anderem dem Süßwarenhersteller Haribo mit der Vergiftung von Gummibärchen gedroht zu haben. Der 74-Jährige steht wegen versuchter räuberischer Erpressung vor dem Bonner Landgericht. Laut Anklage drohte er neben Haribo auch den Unternehmen Lidl und Kaufland mit der Vergiftung von Lebensmitteln, sollten sie seinen Geldforderungen nicht nachkommen. Die Firmen zahlten jedoch nicht, sondern schalteten die Polizei ein. Am vergangenen Heiligabend wurde der Dortmunder festgenommen.

Als Motiv nannte der Rentner am ersten Prozesstag Geldnot und Schulden. Als er sich zu der Tat entschloss, habe er nur noch rund drei Euro im Portemonnaie gehabt. Der Aushilfsfahrer schilderte, dass er zunächst in mehreren Lidl-Filialen Buttersäure in Kühltheken gespritzt habe, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Später habe er Briefe an Haribo und Kaufland geschickt und eine Million Euro verlangt - ansonsten werde er Lebensmittel mit Zyankali vergiften. Dann habe er auf verschiedene Produkte der Unternehmen den Warnhinweis "Vorsicht Gift" geklebt und sie in Läden ausgelegt. Er habe aber nie die Absicht gehabt, seine Drohungen in die Tat umzusetzen, beteuerte der 74-Jährige.

Quelle: ntv.de, hul/dpa

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