Panorama

Ermittlungen in Mecklenburg Scheune von Neonazi-Gegnern brennt ab

Ein Ehepaar engagiert sich im mecklenburgischen Jamel seit Jahren gegen Rechtsextremismus. In dem Dorf leben viele bekannte Neonazis - Anfeindungen gegen die Eheleute sind Alltag. Ein Feuer zerstört nun ihre Scheune - die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Auf dem Anwesen eines für seinen Einsatz gegen Rechtsextremismus bekannten Ehepaars im mecklenburgischen Dorf Jamel ist in der Nacht eine Scheune abgebrannt. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus, wie ein Sprecher sagte. In die Ermittlungen wird außerdem der Staatsschutz einbezogen.

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Das Ehepaar Lohmeyer erhält Ende August den Georg-Leber-Preis für Zivilvourage.

(Foto: dpa)

Das Ehepaar teilte mit, kurz vor Brandausbruch sei eine fremde Person auf dem Grundstück beobachtet worden. "Wir gehen davon aus, dass es sich um eine direkte Reaktion auf die kürzlich bekanntgegebene Verleihung des Georg-Leber-Preises für Zivilcourage an uns handelt", sagte Ehemann Horst Lohmeyer.

Das aus Hamburg stammende Paar Birgit und Horst Lohmeyer wird nach eigenen Angaben seit seinem Zuzug 2004 in dem von Rechtsextremisten dominierten Dorf gemobbt. Es hat dort 2007 das Festival für Toleranz und Demokratie "Jamel rockt den Förster" ins Leben gerufen und wurde für sein Engagement vielfach ausgezeichnet.

Bei der diesjährigen Festival-Auflage am 28. und 29. August soll den Lohmeyers der mit 10.000 Euro dotierte Georg-Leber-Preis für Zivilcourage der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt überreicht werden.

Quelle: n-tv.de, jgu/dpa

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