Panorama

Die häufigsten AbsturzursachenSchuld ist meist der Mensch

25.03.2015, 11:17 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

Dass nur ein Fehler zu einem Absturz eines Flugzeugs führt, ist selten. Oft kommen viele Dinge zusammen. Der entscheidende Faktor allerdings ist in der Mehrzahl der Fälle der Mensch.

Um 10:45 Uhr erreichte Flug 4U9525 nach Angaben von Germanwings seine Reiseflughöhe von 38.000 Fuß. Nur eine Minute später begann der Airbus des Typs A320, an Höhe zu verlieren. Weitere acht Minuten später zerschellte die Maschine an den französischen Alpen. Was in diesem kurzen Zeitraum geschehen ist, bleibt auch am Tag nach der Katastrophe ein Rätsel. Auch Experten können es derzeit nicht lösen.

Unabhängig vom Flug 4U9525 hat sich in der langen Geschichte der Luftfahrt eine Ursache deutlich als die häufigste herausgestellt: der menschliche Fehler.

Das populäre Webportal planecrashinfo.com hat mehr als 1000 tödliche Abstürze seit den 1950er Jahren ausgewertet. In 59 Prozent der Fälle lag ein menschlicher Fehler vor - meist war dabei der Pilot schuld, mitunter aber auch andere Crew-Mitglieder oder das Bodenpersonal.

Die Pilotenfehler gingen oft mit anderen Störfaktoren einher - bei 16 Prozent der Abstürze handelte es sich um eine Kombination aus menschlichem Versagen und einer schwierigen Wettersituation. In 5 Prozent der Fälle reagierte der Pilot nicht richtig auf einen Ausfall der Technik.

Am zweithäufigsten stürzten Flugzeuge wegen technischer Mängel ab. In 20 Prozent der Fälle sind sie die Ursache. Es folgt das Wetter mit 12 Prozent. Immerhin 8 Prozent der Flugkatastrophen lassen sich auf Sabotageakte zurückführen.

Zwar ist die Luftfahrt in den vergangenen Jahrzehnten insgesamt immer sicherer geworden. Das Verhältnis der Unfallursachen zueinander veränderte sich trotz dieser Errungenschaft aber kaum. In den 1950er Jahren lag der Anteil menschlicher Fehler bei 61 Prozent.

Quelle: ntv.de, ieh

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