Panorama

Keine Tsunami-Gefahr Schweres Erdbeben schreckt Fukushima auf

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Mehr als zehn Menschen wurden durch das Erdbeben verletzt.

(Foto: REUTERS)

Im März 2011 trifft ein Beben die Region Fukushima, das zumindest politisch bis nach Deutschland reicht. Tausende sterben, es kommt zu einer Atomkatastrophe. Ziemlich genau zehn Jahre später erzittert die Erde wieder, aber ein Tsunami bleibt aus. Dennoch werden üble Erinnerungen wach.

Ein schweres Erdbeben hat den Nordosten Japans erschüttert. Mehr als zehn Menschen wurden verletzt. Es gebe aber keine Gefahr durch einen Tsunami, wie die Wetterbehörde bekannt gab. Die Erschütterung um 23:08 Uhr Ortszeit hatte eine Stärke von 7,1. Unregelmäßigkeiten in der Atomruine Fukushima Daiichi gebe es nicht, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Betreiberkonzern Tepco. Auch aus anderen derzeit stillgelegten Atomkraftwerken gab es keine Berichte über Schäden.

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Japan gehört zu den am stärksten von Erdbeben betroffenen Ländern weltweit.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

In fast einer Million Haushalten fiel in Folge der Erschütterung vorübergehend die Stromversorgung aus. Nach ersten Berichten in der Nacht wurden mehr als zehn Menschen in Fukushima verletzt. Dort brach ein Feuer aus, wie Kyodo meldete. Der Sender NHK zeigte Bilder von Geschäften, in denen die Waren aus den Regalen fielen. Nach ersten vorläufigen Berichten zerbarsten vereinzelt Fenster, an alten Plattenbauhäusern fiel der Außenputz ab. Über weitere größere Schäden gab es zunächst keine Informationen.

Das Erdbebenzentrum lag vor den beiden Provinzen Fukushima und Miyagi im Nordosten in einer Tiefe von 60 Kilometern. Die Region war fast genau vor zehn Jahren am 11. März 2011 von einem schweren Erdbeben der Stärke 9,0 und einem gewaltigen Taifun verwüstet worden. Damals kamen rund 18.500 Menschen in den Fluten ums Leben. Im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi kam es damals zu einem Super-Gau, in dessen Folge Deutschland den Ausstieg aus der Atomkraft beschloss. "Meine Mutter fühlte sich sofort an die Katastrophe vor zehn Jahren erinnert", schilderte ein Bewohner dem Sender NHK. In seinem Haus seien Bilder von den Wänden gefallen. "Es war unheimlich".

Die Erschütterung ließ auch im Großraum Tokio die Gebäude lange Zeit schwanken. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es von dort aber zunächst nicht. Regierungschef Yoshihide Suga wies in der Nacht seine Regierung an, schnellstens mögliche Schäden zu erfassen, falls nötig Rettungsmaßnahmen einzuleiten und die Bürger zügig zu informieren.

Das Inselreich Japan gehört zu den am stärksten von Erdbeben gefährdeten Ländern weltweit. In seiner Nähe treffen vier tektonische Platten zusammen, die Pazifische, die Nordamerikanische, die Eurasische und die Philippinische Platte. Dies verursacht immer wieder Beben.

Quelle: ntv.de, Lars Nicolaysen, dpa

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