Panorama

80 ist das neue 60 Senioren fühlen sich gesund und abgesichert

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(Foto: dpa)

Sie sind zwischen 1932 und 1952 geboren und heute zwischen 65 und 85 Jahre alt. Eine Umfrage zeigt: Den meisten von ihnen geht es gut, das Wohlbefinden variiert jedoch erheblich je nach Geldbeutel und Gesundheit.

Die heute 65- bis 85-Jährigen haben es nach eigener Einschätzung ziemlich gut. Das ergibt die Generali-Altersstudie 2017, die die Versicherung beim Institut für Demoskopie Allensbach in Auftrag gegeben hatte. Allerdings fallen Unterschiede zwischen sozialen Schichten und Regionen auf.

Demnach blickt die große Mehrheit der Senioren zufrieden auf das eigene Leben. Die materielle Situation dieser Generation habe sich in den vergangenen vier Jahren nochmals verbessert und der Gesundheitszustand sei stabil positiv, ergab die Umfrage, für die 4133 Personen befragt wurden.

Viele der zwischen 1932 und 1952 Geborenen fühlen sich demnach längst nicht so alt, wie sie sind. Jeder zweite Befragte (49 Prozent) dieser Altersgruppe empfindet sich - allen Altersbeschwerden zum Trotz - jünger als es seinem kalendarischen Alter entspricht. Die meisten fühlen sich etwa 7,5 Jahre jünger, viele aber auch erheblich mehr.

Wirtschaftliche Lage ist gut

Die Frage nach ihrer Lebenszufriedenheit beantworten die Befragten auf einer Skala von eins bis zehn für "überhaupt nicht zufrieden" oder "völlig zufrieden" im Durchschnitt mit 7,2 Punkten. Dabei führt Schleswig-Holstein mit 7,5 Punkten, das Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern liegt mit 6,8 Punkten aber nicht wesentlich zurück.

Fast zwei Drittel der Älteren (62 Prozent) bezeichnen ihre finanzielle Situation nach dem Erwerbsleben als gut oder sehr gut. 31 Prozent sehen sie als durchschnittlich an, 6 Prozent als eher schlecht oder schlecht. Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage älterer Menschen negativer eingeschätzt als die eigene Situation. Der Umfrage zufolge verfügen 65- bis 85-Jährige über ein Haushaltsnettoeinkommen von durchschnittlich 2410 Euro im Monat.

Gegenüber 2013, als die Daten für die erste Generali-Altersstudie erhoben wurden, sind das gut 200 Euro oder zehn Prozent mehr. Die persönlichen, frei verfügbaren Mittel sind in diesen vier Jahren sogar um 20 Prozent von monatlich 522 Euro auf 628 Euro gestiegen. Der Durchschnittswert gibt allerdings die zum Teil erheblichen Unterschiede nicht wieder. Denn der tatsächliche Wert liegt bei Menschen mit niedrigem Einkommen bei 351 Euro, während die Gruppe mit höherem Einkommen 1027 Euro monatlich zur freien Verfügung hat.

Gebraucht und nicht allein

Diese Unterschiede zeigen sich ebenso bei der Einschätzung der persönlichen Gesundheit. 40 Prozent der 65- bis 85-Jährigen bewerten ihren Gesundheitszustand als uneingeschränkt positiv. In den höheren Einkommensschichten sind es sogar 52 Prozent gegenüber lediglich 28 Prozent aus den unteren sozialen Schichten. 11 Prozent haben bereits die Erfahrung gemacht, auf Pflege oder Hilfe angewiesen zu sein. Vor allem nach dem 80. Geburtstag steigt dieser Prozentsatz deutlich an (21 Prozent).

Deutliche Aussagen lassen sich aus der Umfrage auch dazu treffen, wie Ältere leben wollen. Drei Viertel der 65- bis 85-Jährigen schätzen das Zusammensein mit anderen und sind gerne unter Menschen. Insgesamt haben 73 Prozent dieser Altersgruppe Kinder und Enkelkinder. 25 Prozent sehen ihre Kinder täglich oder fast täglich, weitere 29 Prozent mindestens einmal pro Woche. Zwei Drittel leben mit einem Partner zusammen, 69 Prozent treffen regelmäßig Freunde und Bekannte. Die Unterstützung durch die Familie, Freunde und Bekannte, aber auch Nachbarn ist für die meisten verlässlich. Dass es niemanden gibt, an den man sich in einer schwierigen Lage wenden kann, sagt gerade einmal einer von hundert. Umgekehrt geben viele Ältere auch etwas zurück. 42 Prozent der 65- bis 85-Jährigen engagieren sich ehrenamtlich.

Quelle: ntv.de

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