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50/50-Ergebnis vor GerichtFrau schwanger nach Sex mit Zwillingen - nur wer ist der Vater?

01.04.2026, 16:05 Uhr
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Wer ist der wahre Papa von Baby "P."? (Foto: picture alliance / Zoonar)

Eine Britin schläft mit eineiigen Zwillingen und wird schwanger. Ein Berufungsgericht soll klären, wer der Vater des Babys ist - kann es aber nicht.

Fifty/ Fifty: So in etwa lautet die Antwort eines Londoner Berufungsgerichts in einem besonders kuriosen Vaterschaftsstreit. Der Fall: Eine Frau hatte binnen weniger Tage Sex mit eineiigen Zwillingen. Auf der Geburtsurkunde des Babys wurde einer der beiden Zwillinge als Vater eingetragen. Das wollten sein eineiiger Bruder und die Mutter des Kindes jedoch anfechten und gemeinsam die elterliche Verantwortung übernehmen, wie der britische "Guardian" berichtet.

Also kam es zum Prozess. Und zum DNA-Test. Der ergab jedoch, dass jeder der beiden Männer als Vater des Kindes infrage kommt, das in den Gerichtsakten nur "P." genannt wird. Die Chance, dass bereits der richtige Vater in der Geburtsurkunde steht, betrage genau 50 Prozent. In einem Ende März verkündeten Urteil heißt es: "Die Wahrheit über die Vaterschaft von P. ist derzeit, dass einer dieser beiden eineiigen Zwillinge ihr Vater ist. Aber es ist nicht möglich, zu sagen, welcher."

Vielleicht, wenn Baby P. älter ist

Trotz des uneindeutigen Ergebnisses wurden dem bisher eingetragenen Vater die Rechte für das Kind entzogen. Da nicht geklärt werden könne, wer der wahre Erzeuger ist, könne im Umkehrschluss auch keiner der beiden mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Richter Andrew McFarlane schloss den Fall damit bis auf Weiteres.

Laut den Gerichtsakten sagte er jedoch, er sei "überhaupt nicht davon überzeugt", dass der zuvor eingetragene Zwilling wirklich nicht der Vater ist. "Das Scheitern des Nachweises einer Tatsache bedeutet, dass diese Tatsache nicht bewiesen ist; es bedeutet nicht, dass das Gegenteil bewiesen ist."

Baby P. gab er mit auf den Weg: "Wenn P. älter ist, wird die Wissenschaft vielleicht in der Lage sein, zu klären, wer der Vater ist. Derzeit ist das aber nur mit erheblichem Schaden möglich." Somit sei die Antwort auf die Frage vorerst noch "binär".

Quelle: ntv.de, apr

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