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Dauer des Urlaubs nimmt ab So viele Deutsche wie nie verreisen

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Die Balearen sind ein echter Dauerbrenner, vor allem Mallorca ist bei deutschen Touristen noch immer extrem beliebt.

(Foto: imago/Westend61)

Die Deutschen machen ihrem Ruf als Reiseweltmeister alle Ehre - auch wenn immer noch ein Drittel der Bevölkerung gar nicht verreist. Neben Dauerbrenner Spanien ist ein deutsches Bundesland bei Urlaubern besonders beliebt.

Im vergangenen Jahr sind mehr Deutsche verreist als je zuvor. Die repräsentative Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen ergab aber auch, dass die durchschnittliche Dauer von Reisen abnahm.

Insgesamt steigerte sich der Anteil der reisenden Deutschen um etwa 4 auf 62 Prozent. Dabei hat die Reiseintensität in jeder Altersgruppe zugenommen; am stärksten steigerte sie sich in der Gruppe der 65- bis 74-Jährigen von 50 auf 61 Prozent. In der Gruppe der Generation über 55 erhöhte sich die Intensität von 51 auf 56 Prozent.

Professor Dr. Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung, sieht das auch als Teil der zukünftigen Entwicklung: "Reiseerfahrene, ältere Generationen prägen schon heute das Bild vieler Hotels, Strände und Innenstädte. Sie bilden die Mehrheit der Bundesbürger, haben Zeit, Geld und wollen die Welt kennenlernen." Wer ohne diese Gruppe plane, plane an der Zukunft vorbei.

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Der Norden ist angesagt

Außerdem gibt in der Studie mehr als jeder dritte Reisende an, seinen längsten Urlaub von mindestens fünf Tagen in Deutschland verbracht zu haben. Im Rennen um die beliebtesten Bundesländer für einen Urlaubsaufenthalt zeigt sich wieder das Duell Mecklenburg-Vorpommern gegen Bayern. In der diesjährigen Analyse ist das norddeutsche Bundesland das beliebteste Ziel bei Inlandstouristen. Der lange und heiße Sommer sorgte für ausgebuchte Hotels. Allerdings verlor der Inlandstourismus im Vergleich zum Vorjahr fast vier Prozentpunkte.

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Nicht überraschend ist die vorderste Position der Auslandsreiseziele: Ganz oben in der Gunst der Deutschen steht wieder unangefochten Spanien. Besonders die Balearen-Inseln sind Anlaufpunkte deutscher Touristen. Dahinter springt Italien auf Rang zwei der meistbesuchten Auslandsreiseziele, gefolgt von Österreich und der Türkei, die wieder mehr Urlauber aus Deutschland verzeichnen konnten als in den Vorjahren.

Eine Fernreise unternahm 2018 jeder achte Deutsche. Einen Grund für den anhaltenden Boom sehen die Studienleiter in der guten wirtschaftlichen Lage: "Eine florierende Wirtschaft und geringe Arbeitslosigkeit waren die Hauptgründe für den Reiseboom 2018. Ausgebuchte Hotels im Inland ließen viele Urlauber auf europäische Destinationen ausweichen, mögliche höhere Kosten vor Ort wurden durch eine leicht abnehmende Reisedauer kompensiert", erklärt Reinhardt. Erstmals seit fünf Jahren ging die durchschnittliche Reisedauer auf unter 13 Tage zurück. Das liegt auch daran, dass es insgesamt weniger Fernreisen gab, in denen die Deutschen im Schnitt zweieinhalb Wochen unterwegs sind.

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Quelle: n-tv.de

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