Panorama

Auch wegen Omikron-Variante Söder will Impfrecht schnell ausweiten

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Blickt mit Skepsis nach Berlin: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder würde es lieber beim Bund-Länder-Gipfel belassen wollen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Corona-Krisenstab soll in den nächsten Tagen starten. Bayern-Chef Söder würde lieber sehen, dass schnellstmöglich Apotheker, Pflegekräfte und alle Ärzte impfen dürfen - auch wegen der Omikron-Variante. Dem neuen Gremium steht der CSU-Politiker noch aus einem anderen Grund skeptisch gegenüber.

Angesichts der dramatischen Corona-Lage hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine Gesetzesänderung gefordert, um Apotheker, Pflegekräfte sowie alle Ärzte an der Impfkampagne beteiligen zu können. Die rechtliche Möglichkeit dazu müsse schnell und "am besten diese Woche" geschaffen werden, sagte der CSU-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". Dadurch werde das Boostern "einen neuen Schub bekommen". Das sei auch die beste Strategie gegen die neuartige Omikron-Variante des Coronavirus.

"Wir müssen boostern, boostern, boostern", sagte Söder. Zugleich sprach sich der CSU-Vorsitzende auch für Kontaktbeschränkungen auf nationaler Ebene aus. So müssten die Clubs und Diskotheken geschlossen werden, da dort viele Ansteckungen passierten. Die vierte Corona-Welle sei kein regionales Phänomen, sie werde "ganz Deutschland" treffen. Es müsse auch mehr 2G plus geben.

Auch ein Lockdown für Ungeimpfte sei letztlich nicht seriös auszuschließen, fügte Söder an. Bayern mache dies bereits in Hotspot-Regionen. "Ich denke, wir dürfen jetzt im Moment nichts ausschließen." Er forderte zugleich erneut, ein Spitzentreffen von Bund und Ländern auf diese Woche vorzuziehen. "Warum zehn Tage warten? Eigentlich haben wir keine zehn Minuten", sagte Söder mit Blick auf die potenzielle künftige Bundesregierung.

Den von der künftigen Ampel-Regierung in Berlin angekündigten neuen Corona-Krisenstab bewertete Söder skeptisch. "Was soll das Neues bringen?" Das Land benötige vor allem dringend einen neuen Bundesgesundheitsminister oder eine neue Bundesgesundheitsministerin sowie neue Möglichkeiten zur Beschleunigung der Booster-Kampagne.

Quelle: ntv.de, joh/AFP

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