Panorama

Rätselraten in Lüneburg Spender überrascht seine ehemalige Schule

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Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre erwartet die Stadt Lüneburg einen Geldsegen.

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Nicht alle denken gerne an ihre Schulzeit zurück. Doch ein Lüneburger hat sein Gymnasium offenbar so gut in Erinnerung, dass er sich nach Jahrzehnten bedankt - mit einem äußerst großzügigen Geschenk.

Über einen unverhofften Geldsegen kann sich das städtische Gymnasium Johanneum in Lüneburg freuen. Ein ehemaliger Schüler hat ihm 140.000 Euro gespendet, wie der NDR berichtet. Der kurz vor der Pension stehende Gönner will jedoch unerkannt bleiben. Lediglich der Geschäftsführer der Sparkassenstiftung in Lüneburg, Carsten Junge, ist über die Identität des Mannes im Bilde: "Der Spender möchte unbedingt anonym bleiben, weil er sich nicht in den Mittelpunkt stellen will. Er möchte aber, dass die Aktion öffentlich wird, um anderen, die auch die Möglichkeit hätten, einen Anstoß zu geben, vielleicht gleiches zu tun."

Junge hat häufig mit großzügigen Spendern zu tun. Besonders an diesem Fall ist jedoch, dass das Geld einer Schule gespendet wurde. Normalweise kommen Spenden eher Kirchen, Museen oder gemeinnützigen Organisationen zugute. Der Spender hat genaue Vorstellungen, wie das Geld eingesetzt werden soll: So soll das gesamte Gymnasium mit interaktiven Whiteboard-Tafeln ausgestattet werden.

Von den 28 neuen Tafeln, die in der Schule installiert worden sind, ist der Schulleiter Friedrich Suhr begeistert. Auch er rätselt über den anonymen Spender: "Das wird jedem so gehen, dass man sich fragt, wer könnte das eigentlich sein", sagte Suhr dem NDR. "Andererseits ist das anscheinend ein sehr bescheidender Mensch, der den Wunsch hat, nicht öffentlich in Erscheinung zu treten. Und dann denke ich, ist es gerade bei einem so großzügigen Geschenk allererste Pflicht, das zu respektieren."

Die 140.000 Euro sind bereits die dritte große Spende für die Stadt Lüneburg innerhalb von zwei Jahren. 2015 vererbte ein Lüneburger 500.000 Euro der Stadt, 2014 vermachte eine andere Bürgerin ein Drittel ihres Vermögens ihrer Heimatstadt. Beide Male war der Auftrag gleich: Das Geld sollte für die Belange von Kindern eingesetzt werden.

Quelle: n-tv.de, arö