Panorama

Flugpionierin aus dem Weltkrieg "Spitfire"-Pilotin Mary Ellis ist tot

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Mary Ellis (1917 - 2018)

(Foto: dpa)

Der Krieg katapultiert sie als junge Frau eine ungewöhnliche Vorbildrolle: Mary Ellis war eine der letzten überlebenden britischen Pilotinnen des Zweiten Weltkriegs. Im hohen Alter von 101 ist sie jetzt auf der Isle of Wight gestorben.

Die britische Weltkriegspilotin Mary Ellis ist tot. Sie starb am Dienstag im Alter von 101 Jahren in Sandown auf der südenglischen Kanalinsel Isle of Wight, wie britische Medien unter Berufung auf den Verband der zivilen Lufttransporthelfer berichteten.

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Trug ihren Teil zum Sieg über den Nationalsozialismus bei: Mary Ellis.

(Foto: picture alliance/dpa)

Den Angaben der Air Transport Auxiliary Association zufolge hatte sich Ellis 1941 der Zivilorganisation ATA angeschlossen, die im Zweiten Weltkrieg die Royal Air Force (RAF) bei der Verlegung von Kampfflugzeugen unterstützte.

Für die ATA flog Ellis unter anderem Spitfire-Jagdflugzeuge und Wellington-Bomber von den Werksflugplätzen an die Front. Den Berichten zufolge waren insgesamt 166 Pilotinnen für die ATA tätig. Ellis war demnach die letzte noch lebende britische Pilotin, die im Zweiten Weltkrieg im Einsatz war. Nach Angaben der BBC sollen in den USA und in Kanada noch zwei weitere Frauen leben, die während des Kriegs als Flugzeugführerinnen eingesetzt waren.

In Kriegszeiten kam sie Berichten zufolge bei etwa 1000 Überführungsflügen auf 76 verschiedenen Flugzeugtypen zum Einsatz. Allein 400 Mal saß sie am Steuer der legendären "Spitfire", einer einsitzigen Jagdmaschine, die unter anderem in der Luftschlacht um England eine wichtige Rolle spielte. In der Standardversion war der vergleichsweise schnelle und wendige Jäger mit einem rund 1600 PS starken Rolls-Royce-Motor ausgestattet - und konnte es damit auch mit deutschen Messerschmitt-Jägern aufnehmen.

Nach dem Krieg zog Ellis auf die Isle of Wight, wo sie die Leitung des lokalen Flugplatzes übernahm. Im Jahr 1961 heiratete sie einen Pilotenkollegen, mit dem sie über Jahrzehnte hinweg in einem Haus direkt am Flugfeld lebte. Bei einer Überraschungsparty zu ihrem 100. Geburtstag vor einem Jahr erklärte sie, die Spitfire sei immer noch ihre Lieblingsmaschine. "Ich denke, die Spitfire ist ein Symbol der Freiheit."

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Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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