Panorama

Sportschuhe mit Herz Student macht viralen Adidas-Werbespot

Werbung ist teuer und trotzdem nicht immer gut. Dass es auch anders geht, zeigt ein junger deutscher Filmemacher. Er produziert einen Adidas-Spot, der das Internet begeistert. Nur der Konzern rührt sich nicht.

Die großen Sportartikelfirmen geben jährlich ein Vermögen für Werbespots aus, mit denen sie die Kundschaft von ihren Produkten überzeugen wollen. Manchmal fällt ihnen aber auch ein Werbekleinod in den Schoß. So könnte es jetzt Adidas passiert sein. Allerdings ist unklar, ob der Konzern das Geschenk zu schätzen weiß.

Denn im Netz geht ein Spot viral, in dem die Marke mit den drei Streifen unübersehbar beworben wird. Ansonsten erinnert allerdings in der Ästhetik des Videos kaum etwas an gängige Sportartikelwerbung. Der Sport spielt auch in keinem Stadion und keiner Halle, sondern ganz offenbar in einem Altersheim. Dort lebt ein früherer Läufer inmitten seiner immer weiter verblassenden Erinnerungen.

Immer wieder zieht der drahtige ältere Mann Sportkleidung und vor allem seine ausgetretenen Adidas-Turnschuhe an, um so wie früher laufen zu gehen. Doch er kommt nie weit und stößt stattdessen an verschlossene Türen oder wird vom Pflegepersonal festgehalten. Also versucht er auf den Fluren des Heims zu laufen, vorbei an Menschen, die ebenso wie er alt und vergesslich werden. Doch wieder wird er zurückgehalten, schließlich nimmt ihm jemand die Laufschuhe weg.

Aber in diesem Moment wendet sich das Blatt, seine Mitbewohner beschaffen ihm nicht nur die Schuhe wieder, sie helfen ihm auch, hinauszukommen. Endlich kann er laufen – das Adidas-Zeichen wird eingeblendet. Dazu der Slogan "Break free".  Das Internet ist begeistert und feiert den herzenswarmen Spot.

Gemacht hat ihn der deutsche Filmemacher Eugen Merher. Der 26-Jährige kam als Kind aus Moldau nach Deutschland und entdeckte nach eigenen Angaben schon in frühen Jahren seine "Leidenschaft fürs Filmemachen". 2014 schloss er seine Ausbildung an der Filmakademie Baden-Württemberg ab.

Das Werbevideo mit der Adidas-Botschaft entstand nicht im Auftrag des Sportkonzerns, allerdings habe er versucht, es der Kommunikationsabteilung zu schicken, sagt Merher der "Huffington Post". "Aber sie haben nicht wirklich reagiert." In zahlreichen Kommentaren sind sich die User einig, das könnte ein Fehler gewesen sein.

Quelle: n-tv.de, sba

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