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Die stärkste Frau der Welt Superheldin wird UN-Botschafterin

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Als Diana Prince ist sie eine ganz normale Sterbliche mit dicker Brille und Pferdeschwanz, doch sobald sie sich dreht, wird sie "Wonder Woman". Dann kann sie meterhoch springen, Kugeln abwehren und mit ihrem magischen Seil Menschen dazu zwingen, die Wahrheit zu sagen.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Sie war die erste Superheldin der Welt, nun soll Diana alias Wonder Woman für die Vereinten Nationen die Rechte der Frauen bewerben. Die Wahl gilt auch als ein Signal an Homosexuelle.

Emma Watson ist Schauspielerin, Stil-Ikone, Literaturwissenschaftlerin und seit 2014 auch UN-Sonderbotschafterin für Frauenrechte. Jetzt bekommt die 26-Jährige Britin Verstärkung.

Die Vereinten Nationen wollen Wonder Woman - die allererste Superheldin der Welt - anlässlich ihres 75. Geburtstags am 21. Oktober zur Botschafterin für Frauen und Mädchen erklären, wie der britische "Guardian" berichtet. Bei der offiziellen Zeremonie sollen demnach Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie weitere prominente Gäste anwesend sein. Als Sonderbotschafter berufen die UN traditionell Prominente, die ihre Berühmtheit dazu einsetzen sollen, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen.

Wonder Woman wurde vom Ehepaar William Moulton Marston und seiner Frau Elizabeth Holloway Marston erschaffen. 1941 kämpfte die Comic-Figur erstmals gegen die Bösen. In den 1970er Jahren strahlte CBS eine Science-Fiction-Serie über die gleichnamige Superheldin aus, in der Lynda Carter die Hauptrolle besetzte und als wunderschöne Amazone in den amerikanischen Staaten für Recht und Ordnung sorgte. Sie kämpft gegen Nazis, Außerirdische, Magier und andere Gangster.

Signal für Homosexuelle

Die symbolträchtige Wahl von Wonder Woman zur UN-Botschafterin gilt auch als Signal an Homosexuelle. Comicautor Greg Rucka, der derzeit die Wonder-Woman-Reihe schreibt, sprach vor wenigen Tagen über das Liebesleben der Amazonen im DC-Comicuniversum. Dabei kam das Gespräch auch auf die berühmteste Vertreterin dieser Rasse von unsterblichen, göttergleichen Frauen zu sprechen, nämlich Diana alias Wonder Woman. Rucka stellte fest: Auch Wonder Woman hat Beziehungen sexueller und romantischer Natur mit anderen Frauen geführt.

Allerdings sei die Sache nicht so einfach, sagte Rucka. Diana lebe als Prinzessin der Amazonen auf der Insel Themyscirain. Diese Insel trage auch den Namen Paradise Island und soll – wie der Name schon verrät – tatsächlich eine Art Paradies auf Erden darstellen. Die Amazonen leben jedoch unter sich, es gibt dort also keine männlichen Kreaturen, egal ob Mensch oder eine andere Rasse. Da es nur Frauen gebe, gebe es folglich kein Bewusstsein fürs Lesbischsein. "Eine Amazone schaut nicht eine andere Amazone an und sagt zu ihr: 'Du bist lesbisch.' Das tun sie einfach nicht. Das Konzept existiert bei ihnen nicht."

Der Verlag DC bringt "Wonder Woman" 2017 auf die Leinwand. In die deutschen Kinos kommt der Film am 17. Juni 2017.

Quelle: n-tv.de, dsi

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