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Läuft bei Anthony Botta.
Läuft bei Anthony Botta.
Freitag, 09. Februar 2018

In jeder Stadt ein Date: Tinder-Surfer reist günstig durch Europa

Teure Hotels kann sich Anthony Botta nicht leisten - also organisiert er seine Übernachtungen mit Tinder. Insgesamt übernachtete der 25-Jährige in acht verschiedenen Ländern bei 21 Frauen - aber nicht alle Damen ließen ihn bei sich im Bett schlafen.

Fernweh, aber kaum Geld in der Urlaubskasse? Für einen 25-jährigen Mann aus Belgien ist das kein Problem. Anthony Botta reiste durch acht europäische Länder, machte Station in 20 Städten - und wohnte überall umsonst.

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Wie er das gemacht hat? Tindersurfen nennt Botta seine Methode - und die geht so: Vor der Ankunft in der jeweiligen Stadt wischt sich der Belgier durch die beliebte Verkupplungs-Plattform auf der Suche nach Frauen, die dort zu Hause sind. "Wanna be my host?" (Willst du meine Gastgeberin sein?), lautet dann die erste Frage an seine Matches. Ist die Dame einverstanden, verbringt er die Nacht bei ihr.

Es ging ihm aber nicht nur ums Geld, verrät Botta dem britischen "Independent". Vielmehr habe er auch neue Leute, neue Orte, neue Kulturen kennenlernen wollen. "Ich liebe es, aus meiner Komfortzone herauszukommen, und Tindersurfing hat mich definitiv aus der Komfortzone herausgeholt."

Von Bruchbude bis Luxusheim

Bottas Erlebnisse spiegeln ein breites Spektrum wider: In Polen erwischte er eigenen Angaben zufolge eine Gastgeberin, die ihn in ihrer dreckigen und verrauchten Wohnung beherbergen wollte. In München landete er bei einer Dame, die in einer Villa mit Spielern des FC Bayern München in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hause war. Weil die beiden sich so gut verstanden, blieb er fünf Tage.

"Die Villa war total verrückt. Mit Swimmingpool, Sauna, Jacuzzi und eigenem Fitnessraum", zitiert ihn die "Daily Mail". Nur in Wien schaffte es Botta nicht, eine Gastgeberin zu finden. Insgesamt übernachtete Botta bei 21 Frauen, aber nicht alle ließen ihn bei sich im Bett schlafen. Ab und zu landete der Halb-Italiener auch auf der Couch.

Auf die Idee des Tindersurfens kam Botta im vergangenen Sommer, nachdem er sein Studium beendet hatte, aber nur ein sehr reduziertes Budget zur Verfügung hatte. Statt teurer Hotels legte er sich eine Tinder-Plus-Mitgliedschaft zu, mit der auch in anderen Ländern mögliche Matches angezeigt werden. Im kommenden Sommer will Botta durch die USA oder Neuseeland Tindersurfen. Einen Sponsor hat der Weltenbummler auch schon: den Kondom-Hersteller Durex. Frauen rät er vom Tindersurfen übrigens ab. Es gebe viel zu viele komische Typen auf Tinder.

Quelle: n-tv.de