Panorama

Video mit Erschießungsszenen Todesschütze wollte Rapper werden

Nur Stunden nach der Festnahme des Schützen von Highland Park kommen mehr und mehr Details über den Verdächtigen ans Licht. Offenbar wollte sich der 21-Jährige als Rapper einen Namen machen. In den sozialen Medien postete er Gewaltvideos.

Der festgenommene Mann, der die tödlichen Schüsse bei einer Feiertags-Parade in den USA abgefeuert hat, veröffentlichte zuvor offenbar Musikvideos mit Szenen von Waffengewalt im Netz. Die Social-Media-Konten, von denen anzunehmen ist, dass sie dem Mann zuzuordnen sind, wurden inzwischen gesperrt.

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Ein Comic zeigt einen Bewaffneten in einer Blutlache - umgeben von Polizisten.

(Foto: Robert Crimo via REUTERS)

In archivierten Versionen sind anscheinend Videos des mutmaßlichen Schützen zu sehen, der laut US-Medien versuchte, sich einen Namen als Rapper zu machen. Sie wurden unter einem Pseudonym veröffentlicht. Ein etwa vor einem Jahr hochgeladenes Video zeigt einen Comic, in dem mehrere Szenen von Erschießungen zu sehen sind. An einer Stelle liegt ein Schütze in einer Blutlache am Boden, umzingelt von Polizisten mit gezückten Gewehren.

Ein weiteres Video zeigt einen Mann mit bunt gefärbtem Haar und mehreren Tätowierungen, unter anderem im Gesicht. Er ist in einem Raum zu sehen, der wohl ein Klassenzimmer darstellen soll. Gegen Ende des Videos posiert er mit einem Schutzhelm und einer Art Einsatzweste vor einer Tafel. Er hält dabei eine US-Flagge hoch.

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Mehrere US-Medien berichteten am Montag (Ortszeit) über die Videos, nachdem der Schütze Stunden nach der Tat von der Polizei gefasst wurde. Ermittler hatten zuvor ein Fahndungsfoto des Täters auf Twitter veröffentlicht. Die Behörden gaben sein Alter zunächst mit 22 Jahren an, in einem FBI-Bulletin hieß es später, er sei 21 Jahre alt.

Er hat den Ermittlungsergebnissen zufolge während einer Parade zum US-Unabhängigkeitstag in Highland Park nahe Chicago (Illinois) mindestens sechs Menschen getötet. Rund zwei Dutzend Verletzte wurden nach Polizeiangaben in Krankenhäuser gebracht.

Quelle: ntv.de, jug/dpa

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