Panorama

Tödliches Unglück in der SchweizDortmunder Schlossherr stirbt bei Lawinenabgang

20.02.2026, 15:52 Uhr
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Dortmund trauert um den "sehr beliebten und sozial engagierten Schlossherrn" zu Knyphausen. (Foto: Stadt Dortmund / Roland Gorecki)

Die Lawinengefahr ist angesichts erheblicher Schneefälle in vielen europäischen Wintersportregionen derzeit hoch. Das wird einer Adelsfamilie aus Dortmund zum Verhängnis. Felix Freiherr zu Knyphausen wird verschüttet und kann nicht rechtzeitig gerettet werden.

Der Baron von Schloss Bodelschwingh, Felix Freiherr zu Knyphausen, ist durch eine Lawine in einem Schweizer Skigebiet verschüttet worden und gestorben. In einem Nachruf trauert die Stadt Dortmund um den "sehr beliebten und sozial engagierten Schlossherrn", der nur 49 Jahre alt wurde. Die Gedanken der Dortmunderinnen und Dortmunder seien bei seiner Frau und seinen drei Kindern.

Eines von ihnen, sein 15-jähriger Sohn, war nach Angaben der "Bild"-Zeitung am Dienstagnachmittag ebenfalls von der Lawine im Schweizer Kanton Graubünden mitgerissen worden. Er konnte aber von den alarmierten Rettern lebend geborgen werden. Vater und Sohn sollen dem Bericht zufolge mit anderen Wintersportlern abseits der Piste unterwegs gewesen sein, als die Lawine im Skigebiet von Parsonz abging.

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An diesem Hang neben dem Skilift ereignete sich das Unglück. (Foto: Kantonspolizei Graubünden)

"Ich kannte Herrn zu Knyphausen noch aus meiner Zeit am Theater Dortmund und habe ihn als einen sehr angenehmen, zugewandten und auch als sehr feinsinnigen Menschen kennengelernt", wird Oberbürgermeister Alexander Kalouti in dem Nachruf zitiert. "Die Begegnungen mit ihm waren stets geprägt von Wertschätzung und von einem ganz besonderen, feinen und sehr intelligenten Humor."

Der tragische Tod mache ihn sprachlos und erfülle ihn mit tiefer Trauer. "Meine Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. Wir werden Herrn zu Knyphausen vermissen. Dortmund verliert mit ihm einen sehr feinen Menschen, und wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren." Das Wasserschloss Bodelschwingh liegt im Nordwesten der nordrhein-westfälischen Großstadt.

Deutscher in Norditalien verschüttet

Angesichts üppiger Schneefälle ist die Lawinengefahr in vielen europäischen Wintersportregionen derzeit hoch. In den vergangenen Tagen meldeten die Behörden immer wieder Tote durch schwere Lawinenabgänge in Österreich, Frankreich, der Schweiz sowie im Norden Italiens.

In Österreich war bei einer Abfahrt außerhalb gesicherter Pisten ein 42-jähriger deutscher Skifahrer von einer Lawine erfasst und getötet worden. Sein 16-jähriger Sohn habe schwer verletzt überlebt, teilte die Polizei mit. Sie wollten einen Nordhang queren, als sich ein rund 400 Meter breites Schneebrett löste und beide Wintersportler etwa 200 bis 300 Meter mitriss. Beide Opfer stammen aus dem thüringischen Landkreis Eichsfeld.

In St. Anton am Arlberg konnten zwei Menschen nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden, teilte ein Polizeisprecher mit. Drei weitere Personen wurden verletzt. Angaben zu Herkunft und Alter konnten die Behörden bislang nicht machen.

Am Donnerstagnachmittag war bei einem Lawinenabgang in Norditalien ein weiterer Deutscher ums Leben gekommen. Der 54-Jährige war nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa mit einer Gruppe weiterer Deutscher auf einer Skitour auf 2550 Metern Höhe in der Nähe der Gemeinde Saint-Nicolas im Aostatal an der Grenze zu Frankreich unterwegs, als es zu dem Unglück kam.

Die Lawine erfasste die Gruppe, woraufhin zwei der Skifahrer verschüttet wurden. Die Gruppe alarmierte sofort die Bergwacht und begann, die beiden Verschütteten auszugraben. Wie Ansa weiter meldete, wurde der eine der beiden nur leicht verletzt, der andere befand sich wegen Unterkühlung in einem kritischen Zustand. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, dort starb er später.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/jpe

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