Panorama

"Gesündester Präsident" Trumps umstrittener Ex-Leibarzt ist tot

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Trump ist wohl doch nicht "der gesündeste Mensch, der jemals ins Präsidentenamt gewählt" wurde, wie Bornstein ihm einst bescheinigte.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Als langjähriger Leibarzt des noch amtierenden US-Präsidenten sang Harold Bornstein Lobeshymnen auf Donald Trumps "außergewöhnliche körperliche Stärke". Später gab er zu, dass ihm das Schreiben "diktiert" worden sei. Nun ist der Gastroenterologe im Alter von 73 Jahren gestorben.

Der ehemalige Leibarzt von US-Präsident Donald Trump, Dr. Harold Bornstein, ist tot. Er starb vor einer Woche im Alter von 73 Jahren, wie es einer Mitteilung hervorgeht, die in der "New York Times" veröffentlicht wurde. "Als hingebungsvoller Ehemann und liebender Vater hinterlässt Dr. Bornstein seine Frau Melissa (Brown), Tochter Alix und die Söhne Robyn, Joseph, Jeremee und Jackson", heißt es in dem Nachruf. Eine Todesursache ist bislang nicht bekannt.

Der Gastroenterologe war von 1980 bis 2017 Trumps Arzt. Zuvor hatte diese Position sein Vater Jacob Bornstein inne. Im Dezember 2015, rund ein Jahr vor Trumps Wahl zum US-Präsidenten, erlangte Harold Bornstein mediale Aufmerksamkeit. Er bescheinigte Trump, er sei "der gesündeste Mensch, der jemals ins Präsidentenamt gewählt" würde. "Seine körperliche Stärke und Ausdauer sind außergewöhnlich", schrieb der Arzt in dem veröffentlichten Brief.

Bornstein wurde als Trumps Arzt entlassen, nachdem er den Präsidenten verärgert hatte, als er 2017 gegenüber der "New York Times" zugab, dass er Trump ein Mittel gegen Haarausfall verschrieben habe. 2018 sagte Bornstein zudem dem Sender CNN, dass ihm das Schreiben über Trumps außerordentliche Gesundheit "diktiert" worden sei.

Darüber hinaus hätten Trumps Mitarbeiter im Februar 2017 seine New Yorker Praxis durchsucht und Trumps Krankenakte mitgenommen. Die Behauptung wurde vom Weißen Haus dementiert. Als Bornsteins Nachfolger galt Ronny Jackson. Seit 2018 ist Dr. Sean Conley der Leibarzt des Präsidenten.

Quelle: ntv.de, lri/spot