Panorama

Krieg spaltet die Gläubigen Ukrainisch-orthodoxe Kirche sagt sich von Moskau los

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Das Kiewer Höhlenkloster wird von der ukrainisch-orthodoxen Kirche verwaltet.

(Foto: picture alliance / VOGL-PERSPEKTIVE.AT - Mike Vogl / picturedesk.com)

Was die Zahl der Gemeinden betrifft, ist die ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats die größte Kirche der Ukraine. Umso einschneidender ist ihre Entscheidung, die Verbindungen nach Russland zu kappen. Der Grund: Man sei uneins mit dem Patriarchen Kirill, der weiterhin fest an der Seite Putins steht.

Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat die ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats ihre "völlige Selbstständigkeit und Unabhängigkeit" von Moskau erklärt. Was den Konflikt angehe, sei man uneins mit der Position des Moskauer Patriarchen Kirill, teilte die Kirche mit. Man verurteile den Krieg und appelliere an die Ukraine und Russland, den Verhandlungsprozess fortzusetzen und das Blutvergießen zu stoppen, hieß es.

Kirill, Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, steht im Ukraine-Krieg fest hinter dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Zuletzt war der innerkirchliche Druck gestiegen, sich von Moskau loszusagen. Hunderte Priester hatten gar ein Kirchentribunal gegen den Patriarchen gefordert.

Die ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats ist der Zahl der Gemeinden nach die größte der drei maßgeblichen Kirchen in der Ukraine. Trotz der bisherigen Zuordnung zu Moskau hatte Kirchenvorsteher Onufrij den russischen Angriffskrieg deutlich verurteilt.

Zuletzt hatte die mit massiver Hilfe des damaligen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko 2018 gegründete Orthodoxe Kirche der Ukraine Anspruch auf das von der ukrainisch-orthodoxen Kirche verwaltete Kiewer Höhlenkloster erhoben. Die Orthodoxe Kirche der Ukraine hatte sich dem Patriarchen von Konstantinopel (Istanbul) unterstellt, der in der orthodoxen Welt mit dem Papst vergleichbar ist. Die Moskauer Kirche betrachtet die Ukraine traditionell als ihr Einflussgebiet.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa

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