Panorama

"Berg der Götter" Unesco würdigt Olymp als Unesco-Welterbe

26.07.2026, 14:48 Uhr
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Der Olymp liegt in Nordgriechenland. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Das griechische Bergmassiv des Olymp ist ein Wahrzeichen Griechenlands und der Legende nach die Heimat der griechischen Götter unter Zeus. Nun erklärt die Unesco den Olymp zu einer Stätte von einem außergewöhnlichen universellen Wert.

Der Olymp, nach der griechischen Mythologie die Heimat der zwölf olympischen Götter, gehört jetzt offiziell zum Unesco-Weltkultur- und Naturerbe. Das Welterbekomitee beschloss auf seiner 48. Tagung im südkoreanischen Busan einstimmig, die "Erweiterte Region des Olymp" in die Welterbeliste aufzunehmen, wie das griechische Kulturministerium mitteilte. Tausende Touristen besteigen wegen der einmaligen Sicht den Berg, wo der Mythologie zufolge der "Vater der Götter" Zeus herrschte.

Mit der Auszeichnung würdigt die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur den Olymp als Stätte von außergewöhnlichem universellem Wert - sowohl wegen seiner einzigartigen Natur als auch wegen seiner herausragenden Rolle in der Kultur- und Geistesgeschichte. Der knapp 3000 Meter hohe Berg gilt seit Jahrtausenden als mythischer Sitz der Götter und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Griechenlands.

Die griechische Kulturministerin Lina Mendoni sprach von einem "historischen Tag" für Griechenland. Der Welterbe-Titel sei eine internationale Anerkennung für den Schutz und die nachhaltige Bewahrung eines Ortes, der wie kaum ein anderer für die griechische Geschichte und Mythologie stehe.

Auch ökologisch wertvoll

Auch ökologisch gehört der Olymp zu den bedeutendsten Landschaften Europas. Das Gebirge beherbergt fast 2000 Pflanzenarten, darunter zahlreiche, die ausschließlich dort vorkommen. Seltene Greifvögel, Braunbären und die größte griechische Population von Wildziegen finden dort ebenfalls einen geschützten Lebensraum.

Nach Angaben der Regierung sollen nun mehr als zehn Millionen Euro in den Schutz der Region, eine bessere Besucherlenkung und eine nachhaltige Entwicklung fließen. Die Bewerbung um den Welterbe-Status war bereits 2014 gestartet.

Zuvor waren bereits die Waldsiedlung Zehlendorf im Südwesten Berlins und die D-Day-Landungsstrände in der Normandie in Unesco-Welterbeliste aufgenommen worden.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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