Panorama

Absturz in Slowenien Unister-Chef hatte Millionen dabei

773f01263dad7c2b8db3f5eb5abb6252.jpg

Thomas Wagner, 1978 in Dessau geboren, gründete 2002, noch als BWL-Student, in Leipzig das Internet-Unternehmen Unister.

(Foto: dpa)

Der in Slowenien tödlich verunglückte Unister-Gründer Thomas Wagner hatte auf dem Weg von Venedig nach Leipzig offenbar einen Koffer voller Geld dabei. Neben Wagner starben drei weitere Deutsche.

Der deutsche Internet-Millionär Thomas Wagner hatte bei seinem Absturz über Slowenien nach Informationen der "Bild"-Zeitung einen Koffer voller Geld dabei. Wie viel Bargeld der 38-Jährige genau mit sich führte, sei aber noch unklar. Das Blatt schreibt von einer Summer von bis zu vier Millionen Euro. Warum Wagner so viel Geld dabei hatte, ist unklar.

Der Gründer des Leipziger Internetunternehmens Unister und Betreiber von Webseiten wie "Ab-in-den-Urlaub.de" und "fluege.de" war am Donnerstag mit einem Kleinflugzeug abgestürzt. Neben Wagner kamen bei dem Flugzeugabsturz noch drei weitere Deutsche ums Leben: Der 39-jährige Unister-Gesellschafter Oliver Schilling, ein 65 Jahre alter Banker und der Pilot der Maschine.

*Datenschutz

Die in den USA registrierte Piper 32 verunglückte auf dem Weg von Venedig nach Leipzig, nahe der slowenischen Stadt Ajdovscina. Der 73-jährige Pilot hatte zuvor Vereisungsprobleme gemeldet. Als die Rettungskräfte am Unglücksort eintrafen, fanden sie nur noch das ausgebrannte Wrack der Maschine.

Unister im Visier der Steuerfahnder

Thomas Wagner hatte Unister 2002 in Leipzig gegründet, damals war er noch Student. Zu dem Unternehmen gehören auch die Seiten "auto.de", "news.de", "shopping.de" und "partnersuche.de". Unister hat nach eigenen Angaben rund 1200 Mitarbeiter und gehört beim Verkauf von Online-Pauschalreisen und Flugtickets zu den Marktführern in Deutschland. 2012 war Unister in die Schlagzeilen geraten, nachdem gegen Manager und Mitbegründer der Firma wegen Steuerhinterziehung und unerlaubtem Vertreiben von Versicherungen ermittelt wurde. Auch Wagner kam damals für kurze Zeit in Haft.

Unister erklärte, das Unternehmen werde die Nachfolge Wagners "sehr zeitnah" regeln und kommunizieren. Die Geschäftsleitung habe bereits in einer ersten Krisensitzung am Donnerstagabend die Weichen für die Zukunft des Konzerns gestellt. "Wir können Thomas Wagner nicht kompensieren, aber wir werden sein Erbe bestmöglich im Sinne unseres Gründers fortführen", erklärte Konzernsprecher Dirk Rogl. "Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen von Thomas Wagner." Auch Unister-Mitgründer Daniel Kirchhof zeigte sich bestürzt. "Ich trauere zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Unister", teilte Kirchhof mit. Wagner habe ein neues Wirtschaftssegment geschaffen und Großes aufgebaut.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, tar/dpa/AFP