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Gewitter beschäftigen Feuerwehr Unwetter legen Frankfurter Flughafen lahm

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In Teilen Hessens fielen bis zu 80 Liter Wasser pro Quadratmeter.

(Foto: imago images / Jan Eifert)

Eine wochenlange Dürre wird in Teilen Deutschlands sehr plötzlich beendet: In Hessen und Rheinland-Pfalz müssen Einsatzkräfte zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. An Deutschlands größtem Flughafen fallen Dutzende Flüge aus, auch der Bahnverkehr wird von den starken Unwettern behindert.

Heftige Gewitter mit Starkregen haben die Reisepläne von Passagieren an Deutschlands größtem Passagierflughafen durcheinander gebracht. Der Frankfurter Flughafen stellte am Freitag vorübergehend die Abfertigung ein. Im Norden und in der Mitte Hessens standen zahlreiche Keller unter Wasser. Am Abend wird mit weiteren kräftigen Niederschlägen gerechnet. Für Teile von Mittel- und Nordhessen bestehen Warnhinweise vor extremen Unwettern.

Etwa eine Stunde lang wurden an dem großen Luftfahrtdrehkreuz keine Passagiere und Maschinen mehr abgefertigt. Nach Auskunft des Betreibers Fraport wurden mehrere Flüge annulliert. Das geschehe routinemäßig aus Sicherheitsgründen, wenn vor Blitz und Donner im Umkreis von acht Kilometern gewarnt werde, sagte ein Sprecher. Ein Aufenthalt im Freien auf dem Flugfeld sei dann verboten. An Deutschlands größtem Flughafen sollten am Freitag rund 230.000 Passagieren ankommen oder wegfliegen. Von insgesamt 1560 Starts und Landungen wurden bis zum Nachmittag 100 gestrichen.

Die Gewitter tobten seit Mittag knapp zwei Stunden lang über Hessen. In der Region um Gießen sowie um den Edersee fielen innerhalb kurzer Zeit bis zu 80 Liter Wasser pro Quadratmeter. Im benachbarten Rheinland-Pfalz gab es erneut Unwetter mit starken Regenfällen. In Trier war die Feuerwehr am Donnerstagabend zu mehr als 200 Einsätzen ausgerückt.

Auch Bahnverkehr ausgebremst

Vor ähnliche Herausforderungen waren auch die Einsatzkräfte in Mecklenburg-Vorpommerns Hauptstadt Schwerin gestellt. Ein Platzregen führte dazu, dass im gesamten Stadtgebiet Keller vollliefen. Zeitweise sei die Feuerwehr an 60 Einsatzorten zugleich gewesen. In Teilen Baden-Württembergs brachten Gewitter den Bahnverkehr durcheinander und richteten Schäden an. Ein Blitzschlag bremste die Deutsche Bahn am Morgen auf der zentralen Rheintalstrecke zwischen Offenburg und Karlsruhe aus.

Auch in der Hauptstadt wirkte sich die Witterung auf den Flugverkehr aus: Acht innerdeutsche Flüge wurden gestrichen. Es handele sich um Flüge von Tegel nach Frankfurt am Main und München, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg. Je nach Wetterlage könnte es im Laufe des Abends zu weiteren Streichungen kommen, hieß es. Von Berlins zweitem Flughafen Schönefeld im Südosten der Stadt lagen zunächst keine Meldungen über gestrichene Flüge vor.

Nach Angaben der Meteorologen legt der Sommer auch am Wochenende vorerst noch eine Pause ein. Die Temperaturen werden demnach nur mäßig warm. Die Unwettergefahr gehe im Vergleich zu Freitag aber deutlich zurück.

Quelle: n-tv.de, psa/dpa

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