Panorama

Familien erhalten LeichnameVier Tote nach Katastrophe in Crans-Montana identifiziert

03.01.2026, 12:53 Uhr
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Switzerland-Crans-Montana-December-31-2025-January-1-2026-Deadly-explosion-during-New-Year-s-Eve-celebrations-in-Crans-Montana-Switzerland-leaves-over-40-dead-and-more-than-100-young-people-seriously-injured-People-fleeing-after-a-deadly-explosion-This-is-a-private-photo-posted-on-social-media-or-broadcast-media-provided-by-this-Agency-The-Agency-does-not-claim-any-ownership-including-but-not-limited-to-copyright-or-license-of-the-attached-material-The-fees-charged-by-this-Agency-are-for-the-Agency-s-services-only-and-do-not-convey-nor-are-they-intended-to-convey-to-you-any-copyright-or-license-ownership-in-the-material-By-posting-this-material-you-expressly-agree-to-indemnify-and-hold-the-Agency-and-its-directors-shareholders-and-employees-harmless-from-any-loss-claim-damage-demand-expense-including-legal-fees-or-any-cause-of-action-or-allegation-against-the-Agency-arising-from-or-in-any-way-connected-with-the-posting-of-the-material
40 Tote und 119 Verletzte - das ist die Bilanz nach dem verheerenden Brand in einer Bar in Crans-Montana. (Foto: picture alliance / ROPI)

Die Identifizierung der 40 Leichen aus Crans-Montana stellt die Behörden vor eine große Herausforderung. Die Opfer sind teilweise bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Eine Spezialeinheit übernimmt die schwierige Aufgabe. Die Identität von vier Toten ist nun geklärt.

Gut 48 Stunden nach dem verheerenden Brand in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana hat die Polizei die ersten der 40 Todesopfer identifiziert. Es handelt sich nach diesen Angaben um zwei Schweizerinnen im Alter von 21 und 16 Jahren sowie zwei Schweizer im Alter von 18 und 16 Jahren. Die Leichname seien den Familien übergeben worden.

Die Identifizierung laufe auf Hochtouren, versicherten die Behörden. Im Einsatz ist dabei eine 30-köpfige Spezialeinheit zur Identifizierung von Katastrophenopfern. Sie war nach der Tsunami-Katastrophe 2004 in Südostasien aufgebaut worden. Unter den Toten dürften auch Ausländer sein. Von den 119 Verletzten waren bis Freitag 113 identifiziert worden. Darunter waren 71 Schweizer sowie 14 Franzosen, elf Italiener, vier Serben sowie einzelne Personen aus anderen Ländern. Deutsche Opfer wurden bislang nicht gemeldet.

Bei der Ursachensuche für das verheerende Feuer in Crans-Montana steht inzwischen ein möglicherweise unzureichender Brandschutz im Fokus der Ermittler. Geklärt werden soll, ob das Lokal genügend Notausgänge hatte und diese korrekt ausgeschildert waren. Passanten hatten berichtet, die Besucher hätten alle versucht, über eine einzige enge Treppe aus dem Untergeschoss zu fliehen. Dabei sei es zu Gedränge gekommen, einige hätten nur noch an den hochgereckten Armen herausgezogen werden können. Andere sagten, hinter einer verschlossenen Tür seien durch eine Glasscheibe verzweifelte Menschen zu sehen gewesen, die nicht hinauskamen.

"Die Fluchtwegsituation vom Gebäude war sicher nicht ideal, weil Leute vom Untergeschoss - glaube ich - nur eine Ausgangsmöglichkeit hatten", sagt Dumeng Wehrli, Präsident der Interessengemeinschaft der Brandschutzingenieure Schweiz, dem Sender SRF. Allein anhand der Zahl der Opfer - 40 Tote und 119 Verletzte - ist klar, dass sich in den beiden Räumen der Bar mehr als 150 Menschen aufgehalten haben. Ein einziger Notausgang reiche nach den Vorschriften nur in einem Raum mit bis zu 50 Personen, sagt Wehrli. Bei mehr als 50 seien zwei Notausgänge vorgeschrieben. Ab 200 Personen müsse es mehrere und breitere Fluchtwege und Ausgänge geben.

Barwirt sagt vollumfängliche Kooperation zu

Er äußert sich auch zu den funkensprühenden Partyfontänen, die auf Videos und Bildern zu sehen sind und welche die Ermittler für den Auslöser des Feuers halten. "Pyrotechnische Gegenstände haben aus meiner Sicht im Inneren von Gebäuden nichts zu suchen", sagt er. Problematisch könne auch das verbaute Material sein. Auf Videos ist zu sehen, wie Schaumstoff an der Decke - vermutlich zur besseren Akustik angebracht - in Brand geriet. "Alles, was ich fest anbringe, muss als Baustoff zugelassen sein", sagt Wehrli. Dafür gebe es klare Vorschriften, dass dies nicht leicht entflammbar sein darf.

Der Experte betont, dass er selbst nicht vor Ort war und nicht konkret beurteilen könne, welches Material in der Bar Le Constellation verwendet worden war. Die Betreiber der Bar haben ihre Erschütterung über das Unglück zum Ausdruck gebracht. Dem Nachrichtenportal "20 Minuten" sagte der Wirt, er kooperiere vollumfänglich mit den Behörden, um die Ursache der Katastrophe schnellstmöglich zu klären.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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