Panorama

Ungewöhnlicher Fall in Japan Virus befällt Reiseleiterin zum zweiten Mal

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Im japanischen Osaka hat sich eine Frau zum zweiten Mal mit dem Coronavirus infiziert.

(Foto: imago images/AFLOSPORT)

Nachdem sie eine Reisegruppe aus dem chinesischen Wuhan begleitet, wird eine Japanerin positiv auf das Coronavirus getestet. Eine Woche später fällt ein Folgetest negativ aus, die Frau ist symptomfrei. Nun infiziert sie sich erneut mit dem Erreger.

In Japan haben die Behörden den ungewöhnlichen Fall einer Coronavirus-Patientin bekannt gegeben, die nach ihrer Genesung erneut positiv auf den Erreger getestet wurde. Bei der Infizierten handelt es sich um eine etwa 40-Jährige aus der Präfektur Osaka, wie das japanische Gesundheitsministerium auf seiner Webseite mitteilte. Demnach war sie am 29. Januar erstmals positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Daraufhin habe sich ihr Zustand verbessert, weswegen sie am 1. Februar aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Den Behördenangaben zufolge hatte die Frau vor ihrem ersten positiven Test als Reiseleiterin eine Touristengruppe aus Wuhan, dem Ausgangspunkt der Epidemie in China, begleitet. Obwohl sie nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus immer noch hustete, fiel ein Virus-Test am 6. Februar negativ aus. Eine Woche später war sie symptomfrei. Am 21. Februar ging sie wieder zum Arzt, weil sie über Husten sowie Hals- und Brustschmerzen klagte. Am Mittwoch wurde sie dann zum zweiten Mal positiv auf das Coronavirus getestet.

Es handelt sich bei dem Fall laut japanischen Medien um den ersten in Japan, bei dem ein Patient nach seiner Heilung erneut positiv auf das Virus getestet wurde. Der Fall ist ein Hinweis darauf, dass einmal infizierte Menschen danach nicht zwingend immun gegen eine erneute Erkrankung sind.

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In Japan sind bisher 186 Infektionen auf dem Festland bestätigt. Es gibt vier Todesfälle. Ein zusätzlicher Infektionsherd war das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess", das mit 3700 Passagieren und Besatzungsmitgliedern zwei Wochen im Hafen von Yokohama unter Quarantäne stand. Bei 705 Menschen an Bord wurde eine Infektion festgestellt. Bei mehreren Passagieren, die nach einem negativen Test von Bord gehen durften, wurde das Virus nach ihrer Heimkehr nachgewiesen. Zusammen mit den Infizierten der "Diamond Princess" beläuft sich die Zahl der Coronavirus-Fälle in Japan insgesamt auf mindestens 894.

An diesem Donnerstag durften auch die ersten 240 Besatzungsmitglieder das Schiff verlassen. Sie müssen nach Angaben der japanischen Gesundheitsbehörden allerdings noch für zwei Wochen in Japan in Quarantäne bleiben, bevor sie in ihre Heimatländer zurückkehren dürfen.

Quelle: ntv.de, cri/AFP/dpa