Panorama

Verdopplung der Opferzahlen? WHO: Mehr als zwei Millionen Tote möglich

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Weltweite rigorose Maßnahmen könnten laut WHO den dramatischen Anstieg noch verhindern.

(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

In wenigen Tagen wird die Welt mehr als eine Million Corona-Tote gemeldet haben, prognostiziert die WHO. Und geht noch einen Schritt weiter: Wenn sich am gegenwärtigen Vorgehen nichts ändert, dürfte die Opferzahl noch weit höher ausfallen. Dagegen aber könne noch etwas unternommen werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einem massiven weiteren Anstieg der Todeszahlen durch das Coronavirus gewarnt. Die Zahl von zwei Millionen Todesopfern sei zwar unvorstellbar, "aber nicht unmöglich", sagte der Nothilfekoordinator Mike Ryan am Abend in Genf. Die WHO rechnet damit, dass die Zahl von einer Million gemeldeten Covid-Todesfällen in der kommenden Woche erreicht wird.

Der massive weitere Anstieg sei abwendbar, meinte Ryan. Sämtliche Maßnahmen müssten dafür weltweit und rigoros umgesetzt werden: Hygiene, Masken tragen, Abstand halten, Testen, Kontaktverfolgung, Quarantäne und mehr. "Die Frage ist: sind wir bereit multilateral, global so zusammen zu handeln, dass wir dieses Virus kontrollieren, anstatt dass es unser Schicksal kontrolliert?", sagte er. "Wenn wir dies nicht tun und die Art, den Umfang und die Intensität unserer Zusammenarbeit nicht weiterentwickeln, dann, fürchte ich, müssen wir uns auf eine solche Zahl einstellen - und bedauerlicherweise womöglich noch eine größere."

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Die WHO hat eine internationale Partnerschaft unter dem Namen COVAX aufgebaut, an der sich mehr als 150 Länder beteiligen - bislang aber nicht die USA und China. Dabei geht es um finanzielle Unterstützung der Forschung von im Moment neun Impfkandidaten sowie Medikamenten und einer gerechten Verteilung erfolgreicher Mittel an alle Bedürftigen, unabhängig von der Zahlungsfähigkeit ihrer Regierungen.

Quelle: ntv.de, mra/dpa