Panorama

Neue Corona-Strategien gesucht WHO-Regionalbüro beruft Krisentreffen ein

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Die WHO versucht frühzeitig auf die neuartige Virusform zu reagieren.

(Foto: picture alliance/dpa/KEYSTONE)

Die in Südostengland ausgebrochene Mutation des Coronavirus bereitet der WHO Sorgen. Das für Europa zuständige Regionalbüro der Organisation trommelt nun eine Krisensitzung zusammen. Auf der Tagesordnung steht der Umgang mit dem mutierten Virus.

Das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Europa plant eine Krisensitzung seiner Mitgliedstaaten zu der neuen Coronavirus-Variante aus Großbritannien. Regionaldirektor Hans Kluge schrieb bei Twitter, das WHO-Regionalbüro verfolge die Informationen über die Mutation genau und wolle als Reaktion darauf mit seinen Mitgliedstaaten über Strategien für Virustests, eine Eindämmung der Übertragung und "Kommunikationsrisiken" beraten.

Kluge fügte hinzu, er halte es angesichts der noch unklaren Lage für "klug", den Reiseverkehr einzuschränken. Lieferketten für lebensnotwendige Güter und notwendige Reisen sollten aber weiter möglich bleiben.

Die neue Mutation des Coronavirus, die bislang vor allem in Südostengland festgestellt wurde, bereitet weltweit und vor allem in Europa große Sorgen. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte am Wochenende erklärt, diese Form des Erregers sei "bis zu 70 Prozent ansteckender" als die Ursprungsvariante. Zahlreiche Staaten, darunter auch Deutschland, beschränkten deshalb den Reiseverkehr mit Großbritannien.

Das WHO-Regionalbüro ist für 53 Länder zuständig, darunter auch Russland und mehrere zentralasiatische Staaten. In der gesamten Region wurden seit Beginn der Pandemie fast 24 Millionen Corona-Fälle registriert. Mehr als 500.000 Menschen starben an den Folgen der Viruserkrankung.

Quelle: ntv.de, jru/AFP